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St. Annen-Kirche Zinndorf

Vorschaubild

Zinndorfer Str. 10
15345 Rehfelde OT Zinndorf

Die Sankt-Annen-Kirche wurde um 1250 während der Herrschaft der Zisterziensermönche über den Ort erbaut. Die zentrale Lage dieser frühgotischen Kirche im Ortskern ist typisch für Angerdörfer wie Zinndorf. Die Kirche wurde ganz aus Feldsteinen gebaut und ist von allen derart erbauten Kirchen der Umgebung die Solideste. Die Kirche ist heute noch weitestgehend in ihrem Urzustand. Sowohl der Dreißigjährige Krieg als auch die beiden Weltkriege des 20. Jh. hat sie unbeschadet überstanden. Das Kirchenschiff hat eine Länge von 23 m, eine Breite von 9,5 m und eine Wandstärke von 1,6 m. Westlich schließt sich der Turm mit einer Länge von 8,7 m, einer Breite von 5,1 m und einer Höhe von 26 m an. Vermutlich ist der Turm erst im 14. Jh. angebaut worden.

 

Das Innere der Kirche birgt eine sehr interessante Ausstattung. An die katholische Zeit erinnert das alte Sakramentshäuschen links neben dem Altar an der Ostwand. Hinter der mit Handschmiedearbeit verzierten Tür fanden seit der Reformation die Abendmahlgeräte (Kelch, Kanne und Patene) Platz. Darüber ist eine Nische mit der Figur der Namensgeberin der Sankt-Annen-Kirche, die Heilige Anna Selbdritt. Diese aus Holz geschnitzte Figur stammt aus dem 16. Jh. und ist das weithin wertvollste Gut der Kirche.

 

Der Hochaltar steht auf einem Tisch, der aus Feldsteinen gemauert wurde. An seiner Rückseite befindet sich eine Aushöhlung für Reliquien (Sepulca). Der kostbare Holzschnitzaltar stammt ebenfalls aus der Zeit der Reformation. Man sieht übereinander Abendmahl, Auferstehung Christi, Himmelfahrt und das Jüngste Gericht. Gekrönt wird alles von einem Pelikan, der sich die Brust aufreißt, um seine Jungen mit dem eigenen Herzblut zu nähren, ein weiteres Christussymbol. Zu beiden Seiten des oberen Reliefs befinden sich die vier Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes.

 

Die holzgeschnitzte Kanzel aus dem 16. Jh. ist an der Südwand des Kirchenschiffes angebracht und zeigt Christus mit den vier Evangelisten. Oben sieht man das Gottesauge mit hebräischer Bezeichnung. Der Kronleuchter aus Bronze mit 16 Kerzen ist ein Geschenk einer Pfarrfrau an die Kirche (1848).

 

Der Taufstein stammt aus dem 14./15. Jh. und wurde aus Rüdersdorfer Kalkstein in Pokalform gestaltet. Ansonsten schmucklos, wurde er in neuer Zeit bemalt. Die eingelegte Taufschale ist aus Messing und mit einem Sonnenrad und Pflanzen verziert. Sie stammt aus dem 16./17. Jh.

 

An der Nordwand des Kirchenschiffes befindet sich die Orgelempore. Die Orgel wurde 1883 aus Beträgen der Gemeinde und der Kirchenkasse gekauft.

 

Im Glockenstuhl befinden sich drei Glocken. Die kleinste ist die Feierabendglocke, die mittlere die Sterbeglocke, die große stammt aus dem Jahr 1592 und hat einen Durchmesser von 1,14 m. Die Kirche ist von einer Feldsteinmauer mit einem stilvollen Nordtor umgeben.

 

Im Laufe der Jahrhunderte erfuhr die Kirche mehrere Renovierungen. Ausführlich dokumentiert ist die große Erneuerung von 1907 bis 1910. Während dieser Zeit wurde die gesamte Innenausstattung erneuert sowie eine Heizungsanlage eingebaut. Es wurden zwei vermauerte Fenster an der Ostseite aufgebrochen und der Ostgiebel mit Zinnen vermauert. Der vormals aufgebrachte Putz der Außenwände wurde entfernt und die Kirche erhielt somit ihr ursprüngliches Aussehen zurück. Ende der 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts begann eine erneute Renovierung, die 2003 abgeschlossen wurde. Im Laufe dieser Renovierung sind u.a. der Dachstuhl, die Fenster, der Innenputz und die Kirchenuhr erneuert worden. 1998/99 wurde die ursprüngliche Feldsteinmauer um die gesamte Kirche vollständig neu aufgebaut. Im August 2004 hat man mit einer Kirchenweihe die 17 Jahre andauernde Renovierung abgeschlossen. Unter Leitung der Pfarrerin Anne Lauschus entfaltete sich ein reges und vielfältiges Gemeindeleben in der Sankt-Annen-Kirche.

 

Schlüssel und weitere Informationen: Frau Martina Elsholz, Tel. 03 34 35 / 7 54 56 Zinndorfer Str. 3, 15345 Rehfelde OT Zinndorf

 

Information

Die Kirche Zinndorf - Flyer


Aktuelle Meldungen

Premiere in der St. Annen-Kirche

(17.12.2018)
(PJ) „Warum nicht schon viel früher?“, sagten wir uns bereits bei der ersten Absprache zum 19. Weihnachtskonzert vor Ort mit Herrn Bellach, dem Vertreter der Kirchengemeinde. Waren es die Traditionen, die eingefahrene Gleise, die man nicht so gerne verlässt? Es wurde eine neue Herausforderung für unsere kleine Logistik, aber alle Gegebenheiten in dieser tollen Feldsteinkiche boten uns insgesamt sehr gute Bedingungen.
Extra hervorheben möchten wir auch die Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr Zinndorf, die uns mit ihrem Sozialtrakt die Möglichkeit bot zum Einsingen und für eine kleine Kaffeepause. „In Zinndorf gibt es kurze Wege und jeder der Aktiven hilft jedem“, so Frau Jaekel. Das konnten wir dankbar erleben.
Die Temperaturen an diesem Wochenende sorgten schon für etwas winterliche Stimmung, aber die Sitzheizungen ermöglichten unseren Besuchern, unser etwa einstündiges Konzert gut zu verbringen. Ein besonders schöner, einfach geschmückter Weihnachtsbaum sowie der erst kürzlich professionell restaurierte Altar bildeten den festlichen Rahmen - leider haben sich doch ein paar Rehfelder dieses Konzert entgehen lassen.
Frau Regina Wyrwich, Organistin aus Petershagen konnten wir für unsere musikalische Begleitung (E-Piano) gewinnen. So gestaltete sich bereits das Eröffnungslied „Füllt mit Schalle“ mit den Klängen der Orgel besonders eindrucksvoll und gab dem nahezu vollzähligen Chor den richtigen Impuls für ein gutes Konzert. Lange und gut hatten wir uns vorbereitet darauf und auch unser neues Lied im Repertoire „Ein Licht leuchtet hell in der Dunkelheit“ gelang uns gut und rief kräftigen Zuschauerbeifall hervor, ebenso wie das moderne, ins Ohr gehende „Hallelujah“ von Leonhard Cohen.
Das weltweit bekannte Lied „Stille Nacht, heilige Nacht“ wird in diesem Jahr 200 Jahre alt. Franziska Nickel lenkte mit ihrer als Solo gesungenen 1. Strophe alle Aufmerksamkeit auf die Melodie und Aussagekraft dieses Liedes.
Während des gemeinsamen Singens mit unseren Zuhörern gingen die kleinen Spendenkörbchen durch die Bankreihen und füllten sich gut für die Unterstützung der Erholungsaktion „Kinder von Tschernobyl“. Insgesamt können wir diese Aktion mit 460 € unterstützen. Recht herzlichen Dank an alle. Können wir unsere geplante Kirchen-Rotation für die Weihnachtskonzerte umsetzen, freut sich der Chor schon jetzt auf ein erneutes Konzert in dieser Kirche.
 
Bilder vom Konzert --> hier
 

Foto zur Meldung: Premiere in der St. Annen-Kirche
Foto: Premiere in der St. Annen-Kirche