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Harmonie und malerisches Neuland

Fingergemalt und gewischt - 
der Rehfelder Maler Carsten Paschwitz 

 

C. Paschwitz-Märchenschloss2 C. Paschwitz-Märchenburg

 

Süchtig nach Harmonie und fündig in malerischem Neuland

- W. Suchardt - 

 

Kontinuität verbindet sich für den Rehfelder Maler Carsten Paschwitz mit der Entdeckung neuer Ausdrucksformen. Zurückliegend dominierten seine gegenständlichen „lmpressionen". Er hielt mit seinen anmutigen Bildern Partien von Landschaften oder Gebäuden fest, die sich ihm nachhaltig einprägten und durch seine eigenwillige Malweise verewigt wurden. Da bestimmen Ruhe und Geborgenheit, die sie ausstrahlen. Die Momente der Stille scheinen unendlich. ln den harmonischen Farbkompositionen hat das Dunkle freundliche Funktion und hebt sanft das Helle gerade bei jenen Motiven hervor, in denen sich Geheimnisvolles vermuten lässt. Still-Leben erfüllen den wahren Wortsinn.

Indem er beim Malen vom Realitätsbezug nicht lassen kann, hat er eigentlich seine typische Handschrift gefunden. Doch es reizt ihn immer wieder andere Stilmittel zu suchen und anzuwenden. Aus den Arbeiten (2000) - black & brown art" ergab sich als Frage: „War es das Verlangen, durch Abstraktion zu höchst verdichteter Aussage zu kommen, oder entstand da spielerisch-experimentell eine neue Ausdrucksweise?" Zumindest äußerte sich der Künstler ungewöhnlich expressiv was seine Freude am eigentümlichen begabten Umgang mit Farben bestätigte. Sein Drang noch Harmonie ließ ihn längst wieder zurückkehren zu gegenständlich begründeten Motiven. Über sie scheint sich die Seele stärker zu offenbaren.

Die aus jüngstem Schaffen erstmals öffentlich gezeigten verständlich abstrahierten Bilder sind aus Lust am Experimentieren mit Farbe und Form entstanden. Aus der Fantasie heraus hatten beispielsweise gemalte Gemäuer auf einmal märchenhaft-naive Wölbungen. Vielleicht, weil da unbewußt Verehrung für Hundertwasser oder das Begehren noch weiblichen Rundungen durchdrang. Jedenfalls waren so die Motive „Feminine Bauten" geboren, die sich scheinbar sinnlich im lauen Winde wiegen. Zu ihnen kann sich der Betrachter Antworten geben wie auf andere neue Bildentwürfe, angefangen beim romantisierten Torbogen, über Utopisches bis hin zu entrückten Umweltbetrachtungen mit verträumten Landschaftsansichten, lrrwegen oder Abgründen. Etwas Besonderes dabei ist das Rationelle, das ,,auf den Punkt Gebrachte" der Bildkomposition, wozu allein das Malverfahren zwingt.

Carsten Paschwitz wendet die seltene Technik des pinsel- und spachtellosen Auftragens lasierender Druckfarben an. Mit bloßen Fingern und einfachen Hilfsmitteln lassen sich bei Konzentration auf Wesentliches nuanciert Farbmischungen und -verläufe bewerkstelligen. Man kann sich die Herausforderung bei seiner Methode des direkten Fingerhaut-Farbkontaktes vorstellen.

Galerie mit Werken des Künstlers --> hier