+++  Singen ist das Atmen der Seele  +++     
     +++  Raxli-Faxli feiert Weltkindertag  +++     
     +++  Polizeiberichte der Woche  +++     
     +++  42. Rehfelder Information 2017  +++     
     +++  Sirene in der Nacht  +++     
     +++  Diesel abgezapft  +++     
     +++  Herbstlicher Radausflug zum Baa-See  +++     
 
Teilen auf Facebook   Teilen auf Twitter   Teilen auf Google+   Als Favorit hinzufügen   Link verschicken   Drucken
 

Aktuelles aus dem Bildungsausschuss 10/2017

Rehfelde, den 12.10.2017

Der Ausschussvorsitzende Carsten Kopprasch erläuterte wesentliche Ereignisse und Beschlüsse der vergangenen vier Wochen, die bedeutsam und richtungsweisend für die weitere Entwicklung unserer Gemeinde sind.

 

Regionalbahn, Gewerbe und Straßenbau

Der Gleisausbau zwischen Rehfelde und Strausberg und die damit verbundenen Straßensperrungen werden im günstigsten Fall im Dezember, zum Winterfahrplan, abgeschlossen sein. Kritisiert wurde der unbefriedigende Informationsfluss der Deutschen Bahn gegenüber den Kommunen. Ebenso wurde bemängelt, dass im „Entwicklungskonzept für die Infrastruktur des Schienenverkehrs in Berlin und Brandenburg bis 2030“ die S5-Region und die „Ostbahn“ (RB 26) keinerlei Berücksichtigung finden. Hier sind die Kommunen an der S- und Regionalbahn aufgerufen, beim Land Brandenburg Nachbesserungen einzufordern.

Die Gemeindevertretung beschloss am 26. September 2017 ein Gewerbeentwicklungskonzept, um die Ansiedlung von Gewerbetreibenden zu fördern. Die Grund- und Gewerbesteuer wird auch 2018 nicht erhöht.

Ebenso wurde ein Straßenausbaukonzept 2030 verabschiedet, welches als Grundlage für das Planungsbüro dienen soll.

 

Bolz- und Spielplätze

Am 04. Oktober 2017 fand auf Initiative des Bildungsausschusses eine klärende Diskussionsrunde zum Thema Bolzplatz in der Annemariestraße zwischen genervten Anwohnern und fußballverrückten Sportlern statt. Im Ergebnis kam folgender Kompromiss zustande:

Errichtung von zwei Kleinspielplätzen (U3) in 2018, Planung in 2018 für eine neue Sport- und Spielfläche, die 2019 fertig gestellt werden soll. Die bisherige Nutzerordnung bleibt bestehen und wird verstärkt kontrolliert. Eine öffentliche Nutzung des Sportplatzgeländes an der Elsholzstraße wird wieder in Erwägung gezogen, nachdem auf diesem Gelände durch Vandalismus und ausschweifende Exzesse der Sportverein „Grün-Weiß“ eine öffentliche Nutzung ablehnte.

 

Buchvorstellung

Der Vorsitzende schätzte die Veranstaltung der Geschichtswerkstatt am 05. Oktober 2017 als sehr bedeutend für die Außenwirkung Rehfeldes ein. Dr. Erika und Gerhard Schwarz stellten ihr drittes Buch zu Rehfelde und Umgebung vor. Trotz Sturmtief waren ca. 60 Personen erschienen, die den Ausführungen der beiden Autoren zu ihrem Buch „ Das Rittergut Garzau und jüdische Zwangsarbeit“ aufmerksam zu hörten.

Es war für alle ein sehr emotionaler Abend, nicht nur weil die Nichte des Zwangsarbeiters Werner Kloppstock, Gisèle Cailloux extra aus Paris angereist war und von beindruckenden Erlebnissen und Dokumenten berichtete, sondern weil Erika und Gerhard Schwarz in einem immensen Arbeitsaufwand Fakten, Zusammenhänge und Eindrücke zu einem historischen Thema akribisch recherchiert und aufgeschrieben haben, zu dem es bis heute kaum Veröffentlichungen gibt.

 

Einwohnerfragestunde

In der Einwohnerfragestunde wurde durch die Vertreter des Hortes und der Senioren die Einhaltung der Sporthallenbelegungszeiten angemahnt. Außerdem bemängelte der Hortleiter Herr Rosenfeld das geringe Angebot an Arbeitsgemeinschaften durch Schule und Kommune und appellierte an Bürger, sich einzubringen.

 

Jugendclub und Schulsozialarbeit

Der Jugendclubleiter Herr Raböse informierte, dass der Kreis nun doch für 2018 eine Stellenkürzung der Jugend- und Sozialarbeit im Amt Märkische Schweiz beschlossen hat. Dies würde konkret auch die Arbeit im Jugendclub und die Schulsozialarbeit in Rehfelde betreffen. Die Gemeinde muss umgehend klären, wie sie finanziell diese Personalstelle im Haushalt 2018 absichern kann. Von der Kommune und allen politischen Vertretern wird die Jugendclub- und Schulsozialarbeit als dringend notwendig erachtet.

 

Seniorenarbeit

Zum Thema Seniorenarbeit berichteten Frau Rohne und Frau Donath. Tanzveranstaltungen, Spiele-Nachmittage, Modenschauen, Tagesausflüge und thematische Veranstaltungen wie zum Erbrecht mit Rechtsanwältin Anne Heller und Erste-Hilfe Kurse bieten nicht nur die nötige Abwechslung, sondern zeugen von einem geselligen Leben der Seniorengruppen, in der das Gemeinschaftsgefühl gestärkt wird. Höhepunkte sind jedes Jahr die Faschings- und Weihnachtsfeiern. Die hohe Qualität der Seniorenarbeit zieht auch Strausberger Senioren nach Rehfelde. Nachdem Frau Rohne zum Jahresende den Vorsitz der Senioren abgibt, bestand die Gefahr, dass die Seniorenarbeit - ähnlich wie in Werder- zum Erliegen gekommen wäre. Junge Senioren, also Nachwuchs, die Aufgaben übernehmen, stehen nicht gerade Schlange.

Frau Jung hat sich nun bereit erklärt, die Funktion zu übernehmen. Der Bildungsausschuss betonte, dass die Arbeit der beiden Frauen nicht hoch genug geschätzt werden kann und sprach ihnen besonderen Dank aus.

 

Veranstaltungen, Partnerschaft, Ehrenamtstag

Zum Thema „Gemeindliche Veranstaltungen und Gemeindepartnerschaft 2018“ wurden vom Vorsitzenden die bewährten elf Veranstaltungen hervorgehoben mit dem Hinweis, dass es im nächsten Jahr keine Überschneidungen gibt.

Die Vorbereitung des Ehrenamtstages am 23. November 2017 wurde ebenfalls diskutiert. Es können noch bis zur dritten Oktoberwoche von den Fraktionen und Ausschüssen Vorschläge zur Auszeichnung mit dem Ehrenamtspreis eingereicht werden. Welches zentrale Objekt 2018 gefördert werden soll, bleibt noch ein Geheimnis, da hier noch keine Ideen vorliegen.

 

Schulcampus Rehfelde

Einer schwierigen Aufgabe hat sich der Bildungsausschuss, insbesondere die Arbeitsgruppe „Schulcampus Rehfelde“, gestellt. Die Reaktivierung unserer Grundschule zur Oberschule mit Wiedereinrichtung der Sekundarstufe I ist das Maximalziel. Der Erhalt, Ausbau und die Profilierung der Grundschule mit Erweiterung des Hortes wurde als Minimalziel angesehen. Dazu stellte die AG ein achtseitiges Papier „Schulstandortkonzeption Rehfelde 2025“ als Entwurf vor. Das Konzept ist zunächst eine gute Grundlage, bedarf aber der Diskussion mit eventuellen Änderungen und Ergänzungen. Ziel soll es sein, dieses Dokument noch in diesem Jahr von der Gemeindevertretung zu beschließen.

Dies beweist nicht nur Demokratie und Aktivität von unten, sondern auch weitsichtiges Denken. Rehfelde hat schon mehrfach gezeigt, dass so manche Vision kein Luftschloss blieb, sondern Realität wurde.

Die nächste Sitzung des Bildungsausschusses findet am 07. November2017 statt.

 

Thomas Friedel

Gemeindevertreter DIE LINKE

 

Foto: Martin Schemm - pixelio.de