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Offener Brief zur überfüllten RB26
[TK] Seit mehreren Wochen kommt es auf der Regionalbahnlinie RB26 (Küstrin–Berlin-Lichtenberg) regelmäßig zu erheblichen Kapazitätsproblemen, insbesondere auf der morgendlichen Verbindung ab Rehfelde um 6:58 Uhr in Richtung Berlin.
Die Verbindung wird momentan entgegen der vertraglichen Vereinbarung mit dem VBB oft nur mit einem einzigen Wagen gefahren. Die Folge: Die Züge sind bereits bei Einfahrt Rehfelde und Herrensee völlig überfüllt. Zahlreiche Schülerinnen, Schüler und Pendler können nicht mehr einsteigen oder müssen unter unzumutbaren Bedingungen fahren.
Dies betrifft uns alle!
Diese Situation, die sich auch durch fehlende verlässliche Alternativen im Schülerverkehr verschärft, stellt insbesondere für Minderjährige ein Sicherheits- und im Winter sogar ein Gesundheitsrisiko dar.
Der offene Brief (siehe Anhang), unterzeichnet von Bürgermeister Patrick Gumpricht, Sven Lange (Vorsitzender des Ausschusses für Bildung, Kultur und Soziales), Amtsdirektor Marcel Kerlikofsky und weiteren Gemeindevertretern aus Rehfelde, richtet sich an die Niederbarnimer Eisenbahn (NEB), den Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) und den Landrat des Landkreises Märkisch-Oderland.
Als Grund für die Engpässe wurden von der NEB mangelnde Reparaturkapazitäten und fehlende Ersatzteile genannt. Die Unterzeichner betonen jedoch, dass dies nicht zulasten der Fahrgäste und Schulkinder gehen darf. Eine bessere Planung der Werkstattkapazitäten und vorausschauende Lagerhaltung sind zentrale Aufgaben des Eisenbahnverkehrsunternehmens.
Kurz-, mittel- und langfristige Forderungen
Die Unterzeichner fordern daher:
Kurzfristig: Die Bereitstellung ausreichender Fahrzeugkapazität auf der RB26, insbesondere auf den morgendlichen Schülerzügen.
Mittelfristig: Die Vorlage eines verbindlichen Maßnahmenplans der NEB und des VBB zur Sicherstellung der Fahrzeugverfügbarkeit.
Langfristig: Die Prüfung der Einhaltung vertraglicher Verpflichtungen aus dem Verkehrsvertrag zwischen VBB und NEB und gegebenenfalls die Einleitung entsprechender Schritte.
Wir bitten den VBB und den Landkreis, ihrer Aufsichtsfunktion gegenüber dem Betreiber nachzukommen und auf eine rasche Lösung hinzuwirken. Bürgerinnen und Bürger entlang der RB26 erwarten zu Recht einen zuverlässigen und sicheren Bahnverkehr, insbesondere zu Schulbeginn.


















