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Rehfelder Gespräche

Ein musikalischer Kunstgenuss

(25.02.2016)

(MT) Es war ein Musik- und Kunsterlebnis der besonderen Art am Mittwochabend im Bürgersaal - wohl auch deshalb, weil es innerhalb der Bildungsreihe Rehfelder Gespräche noch nie um Musik ging. Der Strausberger Musikwissenschaftler Kurt Schornsheim kennt nicht nur die Militärmusik – er „lebt“ sie. Es gab mal eine Zeit, da war die „Militärmusik“ Volksmusik mit Hunderten von Märschen, wie Straßen- und Parademärschen, komponiert von hervorragenden Komponisten.

Auch bei den 118. Rehfelder Gesprächen erschallten in guter Qualität die Militärmärsche verschiedenster Epochen durch den Bürgersaal. Die Besucher waren begeistert.

Die feinen Unterschiede zwischen einem preußischen, österreichischen und sächsischen Marsch sind bemerkenswert und nach sehr guter fachlicher Erläuterung auch gut zu hören gewesen. Man konnte so richtig spüren, wie die Musik die im Schritt gehenden Pferde begleitet oder den Galopp voranträgt.

Der Referent hat dazu mit toller Gestik zum guten Verständnis beigetragen. Manchmal war es fast so, als wenn er die Militärkapelle als Tambourmajor anführt. Nur den Tambourstab hat er nicht geworfen, eigentlich schade!

Ingrid Arlt meinte: „Der Abend mit dem Musikenthusiasten Kurt Schornsheim wird mir bestimmt noch lange in bester Erinnerung bleiben. Es war einfach herrlich“. Und der aus Eggersdorf stammende Helmut Georgi mailte: „Der gestrige Abend der Rehfelder Gespräche war sehr gut. Anerkennung!“

 

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Rehfelder Gespräche: Was gibt's Neues Herr Bürgermeister?

(28.01.2016)

(HG) Am Mittwoch war es wieder soweit. Die traditionelle Gesprächsreihe der Rehfelder Heimatfreunde beginnt in jedem Jahr mit diesem Thema. Der Bürgermeister Reiner Donath gestattete sich einen Rückblick auf das vergangene Jahr und eine Vorausschau auf 2016. Er hatte dabei seine Ansprache zum Neujahrsempfang (kann man HIER nachlesen) natürlich als Leitfaden, konnte aber hier im vergleichbar zum Neujahrsempfang kleineren Kreis viel intimer und detaillierter auf die einzelnen Themen eingehen. Das war zum Beispiel beim Flüchtlingsthema so, das in diesen Tagen alle Bürger sehr bewegt. Die schlechte Nachricht kam gleich zu Beginn und überraschte viele Teilnehmer, dass nämlich der für heute geplante Informationsabend zur Flüchtlingsarbeit im Asylbewerberheim Garzau abgesagt wurde, weil die Podiumsgäste mehrheitlich abgesagt hätten. Aber der Bürgermeister wies darauf hin, dass wir das Garzauer Heim bereits seit 10 Jahren haben und es bisher noch kaum Probleme mit den Bewohnern gab. Viele der Bewohner könnten das Heim durchaus bereits verlassen haben, wenn wir denn hier in der Region Wohnungen für sie hätten

"Wohnungen" war das Stichwort für einen weiteren Schwerpunkt der Rede des Bürgermeisters. Er freute sich darüber, dass die "Villa" auf dem Grundstück an der Lindenstraße nun endlich abgerissen wurde und dort noch 2016 bis zu sieben Einfamilienhäuser gebaut werden sollen. Und gleich in der Nachbarschaft an der Thälmannstraße wird ein Bauvorhaben zum betreuten Wohnen realisiert. Bei dem Bauprojekt "Mühlenfließ" komme man allerdings trotz intensiver Bemühungen nicht so recht voran. Der Bürgermeister wiederholte seine Forderung an die Behörden, ein investorenfreundliches Klima zu schaffen, den Investoren sozusagen "einen roten Teppich ausrollen". Insgesamt jedoch schätzte Reiner Donath die Bautätigkeit und damit den Zuzug nach Rehfelde sehr positiv ein. Er hoffe, dass Rehfelde in dieser Legislaturperiode noch die 5000-Einwohner-Marke knacke.

Die anschließende Fragerunde und Diskussion drehte sich vor allem um die bevorstehende Gebietsreform. Man weiß nicht so recht, was eigentlich geplant ist und ob und wie die Bürger überhaupt in diesen Prozess einbezogen werden? Wenn die Ortsverwaltungen verschwinden, dann verschwinde auch das gesellschaftliche Engagement vor Ort zum Nachteil aller Bürger. Deshalb die einhellige Meinung am Schluss: Rehfelde muss als selbständige Gemeinde bestehen bleiben! 

 

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Gefühlte Geschichte - Gestaltete Literatur

(27.08.2015)

(BH) Mehrmals im Jahr finden im Bürgersaal „Rehfelder Gespräche“ statt, in denen ein Thema näher dargestellt wird.

Aus Anlass des 80. Todestages von Kurt Tucholsky wurde solch eine Veranstaltung außerplanmäßig am 26. August organisiert und der Vorsitzende des Rehfelder Heimatfreunde e.V. Martin Tesky begrüßte die sehr vielen Zuhörer auf das herzlichste.

In der Rehfelder Heimatstube werden neben vielen Exponaten eine Vielzahl an Chroniken, die Rehfelder in ihrem Wirken ausführlich zeigen, bewahrt. So auch über den „Tucholsky Club“, der viele Jahre an der Rehfelder Schule bestand.

Lies Galey und ihr Sohn Karsten Galey hatten mit Inge-Lore Jung, der Vorsitzenden des Sängerkreises Rehfelde, bereits in zwei Chorkonzerten Texte Otto Reutters aus den 20-er Jahren im Programm und die Gäste amüsierten sich damals köstlich über „Der Blusenkauf“ und „Nehm`se `nen Alten.“ Dieser Künstler war auch schon ein Thema in der Veranstaltungsreihe „Rehfelder Gespräche“.

Diesmal standen vor allem ernstere Themen im Mittelpunkt, die, ob der Aktualität so mancher satirischer Aufarbeitung der Probleme nach dem I. Weltkrieg, der Gedanken über Gespräche mit der jüngeren Generation, wie auch Geburt, Karriere und Tod betroffen machten. Das Anliegen der Heimatfreunde, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft im Zusammenhang zu sehen und Geschichte in Geschichten emotional nahe zu bringen, ist wieder voll und ganz gelungen.

Die drei Darsteller erzeugten mit ihrer engagierten und schauspielerisch wie stimmlich großartigen Vorstellung in dreißig Einzelteilen eine Spannung im Raum, der sich niemand entziehen konnte. Als Karsten Galey erwähnte, dass er von seinem Vater den Rat bekam Tucholsky zu lesen, steckte darin die tiefe Botschaft, den eigenen Kindern Literaten zu empfehlen, die auf dem Lebensweg helfen können. Ja, so hat es der Satiriker Tucholsky gemeint, als er oft in schonungsloser Offenheit Themen beschrieb, die für jede Generation aktuell sind.

Martin Tesky dankte den Akteuren und aus dem Publikum kamen Worte der Anerkennung für deren Fleißarbeit mit großem Applaus.

Am letzten Mittwoch im September findet das nächste Rehfelder Gespräch im Bürgersaal statt, in dem die historischen Wurzeln der Familie Eckardstein und ihre Verbreitung auf dem Barnim besprochen werden.

 

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Training hält fit

Rehfelde, den 29.05.2015
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(KR) Über das Thema „Zum Erhalt der geistigen Leistungsfähigkeit" hielt Herr Ulrich Werner am vergangenen Mittwoch bei den Rehfelder Gesprächen vor 25 interessierten Gästen ein sehr informatives Referat. Ohne großes Fachlatein brachte Herr Werner, selbst Trainer im Orthopädischen Rehabilitationsbereich des Bildungs- und Gesundheitssportverein e.V. beim KSB MOL e.V., durch neue Studien erlangte Erkenntnisse über die Einzelstrukturen und Arbeitsweisen des Gehirns an die Zuhörer.

So ist inzwischen bewiesen, dass unser Gehirn ständig gefordert sein will, auch im hohen Alter. Bei ständigen geistigen Herausforderungen werden die Leistungen auch von anderen Gehirnzellen übernommen, wenn deren eigentlich zuständiger Bereich nicht mehr in der Lage dazu sein sollte. Bei jedem Menschen kann dies unterschiedlich sein. Doch ist es wichtig, auch dem Gehirn einmal Ruhe zu gönnen.

So konnten die Zuhörer ein paar wertvolle Hinweise mit nach Hause mitnehmen, um diese auszuprobieren. "Wer langsamer denkt, denkt gründlicher und bezieht seine Lebenserfahrung mit ein".

 

Lebenstraum Transsibirische Eisenbahn

Rehfelde, den 26.02.2015
Vorschaubild zur Meldung: Lebenstraum Transsibirische Eisenbahn

(HG) Unter diesem Motto des Reiseveranstalters "Lernidee Erlebnisreisen" standen die 112. Rehfelder Gespräche am gestrigen Mittwochabend. Und Hans-Günter Hoffmann und seine Frau Brigitte haben sich diesen Traum erfüllt.

Im letzten Herbst waren sie drei Wochen mit dem Zug von Shanghai bis nach Moskau unterwegs und fuhren auf Schienen rund 10.000 Kilometer von Asien nach Europa durch die drei Länder China, Mongolei und Russland.

Die weit über 50 Zuhörer kamen an diesem Abend auf ihre Kosten. Sie erlebten einen interessanten und unterhaltsam vorgetragenen Reisebericht mit einem genauen Blick von Film und Bild auf die Besonderheiten einer solchen Reise.

Der jeweilige Zug ist natürlich die Attraktion einer solchen Fahrt - angefangen vom Transrapid, der in 8 Minuten und 10 Sekunden vom Flughafen zum Zentrum von Shanghai fährt, über den 300 km/h schnellen Hochgeschwindigkeitszug in China, von Siemens geliefert, aber inzwischen selbst produziert, bis hin zum elektrisch betriebenen Transsib-Zug mit "bummeligen" 120 km/h durch Russland war die heute gängige Zugtechnik vertreten.

Hans-Günter Hoffmann berichtete über viele Sehenswürdigkeiten und Höhepunkte an den großen und kleinen Haltepunkten der Strecke. War doch der Zug mit 21 Wagen, davon vier Speisewagen, quasi das fahrende Hotel mit guter Gastronomie und hohem Reisekomfort, das an vielen interessanten Orten einen Tag Station machte und Gelegenheit zu Ausflügen gab. Überall hat er beobachtet, dass die Moderne mit Wolkenkratzern und neuen Städten und zugleich die Orientierung auf Tradition mit dem Wiederaufbau von Kirchen, Moscheen und Klöstern Konjunktur haben.

Es waren 90 Minuten lang spannende Einblicke in Land und Leute, die sicher einige Zuhörer zum Nachreisen animieren werden. Großer Applaus des Publikums und Blumen vom Heimatverein waren der Dank für einen interessanten Vortrag.

 

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Blumen statt Schnaps im Bürgersaal

Rehfelde, den 29.01.2015
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(HGH) Der Zähler bei der Veranstaltungsreihe „Rehfelder Gespräche“ sprang gestern Abend auf die Schnapszahl 111. Zum Jahresauftakt der diesjährigen Gesprächsreihe konnte der Vorsitzende der Heimatfreunde Martin Tesky traditionell zum Thema „Was gibt’s Neues Herr Bürgermeister?“ wie seit vielen Jahren Reiner Donath begrüßen. Als Dank für seine Ausführungen und Antworten bekam er einen großen Blumenstrauß überreicht. Davor war über eine Stunde mit Informationen, Fragen und Antworten ausgefüllt.

Reiner Donath trug seine Gedanken in Anlehnung der Rede beim Neujahrsempfang vor, die sehr viel Positives in der Bilanz beinhaltete. Die Heimatfreunde berichteten von ihren Eindrücken im Ort, wiesen mit ihren Fragen auf Probleme hin und wünschten sich Verbesserungen. Angesprochen wurde dabei u.a.:

  • in der Bahnhofstrasse unbedingt eine Querung für Fußgänger – Ampel/Mittelinsel – einzurichten und Tempo 30 für LKW auszuweisen
  • die Straßenbäume zur Gefahrenabwendung regelmäßig zu durchforsten
  • die Beleuchtung des Radweges in Richtung Werder zu realisieren
  • die Öffnungszeiten der Gaststätten in der Gemeinde so abzustimmen, dass täglich mindestens ein Lokal geöffnet hat
  • bei den Müllanlagen der Wohnblöcke in der Ernst-Thälmann-Straße die Mieter aufzufordern, ihre Gelben Säcke erst unmittelbar vor den Abholterminen der Öffentlichkeit zu präsentieren
  • die Baustelle am Rehfelder Bahnhof nach langem Stillstand wieder zu beleben, so dass auch das Gesamtensemble ansehenswert wird
  • die baumlose Fläche an der Ecke Ernst-Thälmann-Straße/Lindenstrasse zu entwickeln und zu bebauen.

Reiner Donath wies in seiner Reaktion auf die Möglichkeiten der Gemeinde, die entsprechenden Zuständigkeiten und rechtlichen Bedingungen sowie begrenzten Haushaltsmittel hin. Nicht immer reicht das Geld und oftmals kann die Gemeinde aufgrund der Rechtslage nicht handeln.

 

110. Rehfelder Gespräche "Entwicklung des ländlichen Raumes in unserer Region"

Rehfelde, den 26.11.2014

(HG) Es war wie bei einem Schulausflug durch ganz Märkisch-Oderland. Von Altlandsberg bis Zollbrücke an der Oder ging die opulente Bilderreise mit Heimatfreund Helmut Georgi. Er zeigte uns die Ergebnisse von mehr als 20 Jahren Fördertätigkeit zur Entwicklung des ländlichen Raumes. Es war auch ein Rückblick auf seine eigene frühere Tätigkeit, war er doch früher beruflich für die "Verteilung" der Fördermittel zuständig.
In Rehfelde wurden mehrere Objekte gefördert, so z.B. die Revitalisierung des Bahnhofs, das Haus H&M (Foto) und der Bürgersaal. Fast jeder Ort der Umgebung kann sichtbare Ergebnisse aus der Förderung vorzeigen. Kaum eine Kirche gibt es, die nicht von Fördermaßnahmen profitierte, aber auch Radwege, Parkanlagen und sogar Parkplätze wurden gefördert. In der Mehrzahl wurden aber Gebäude instand gesetzt, umgebaut oder restauriert. Viele Fachwerkhäuser, Feldsteinscheunen oder Wirtschaftsgebäude wären sonst sicher verfallen. Die Dörfer wurden dadurch schöner, wie wir heute allenorts sehen können. Einzelne Förderprojekte liefen nicht ganz im Sinne der Behörde. Als Beispiel nannte Helmut Georgi die Rehfelder Friedhofsmauer, die wohl besser als Feldsteinmauer ausgeführt werden sollte. Aber das schmälert die Gesamtleistung nicht.
Die Förderperioden laufen in Perioden von 7 Jahren, wobei in der letzten Periode von 2007 bis 2013 rund 73 Mio. € in unsere Region flossen. Bei der Aufzählung der Projekte konnte man wohl erkennen, dass einige Kommunen mehr aus dem Fördertopf bekamen, als andere. Es lohnt sich also, fleißig und vor allem rechtzeitig Anträge zu stellen. Durchschnittlich 75 % eines Projektes werden gefördert, den Rest muss die Kommune dazugeben. Ist das nicht eine schöne Rendite auf den Finanzeinsatz einer Gemeinde?

 

Bunkeranlagen vor unserer Haustür

Rehfelde, den 30.10.2014
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(HG) Die 109. Rehfelder Gespräche führten wieder einmal zurück in die jüngere Geschichte unserer Region. Lutz Schwarz, ehemaliger Bürgermeister von Rehfelde hielt einen interessanten Vortrag über die Bunker- und Tunnelanlagen in der Umgebung.  Er gab einen kurzen Abriss über den Bau von Bunkern in den Jahren vor und nach dem 2. Weltkrieg.

Über die Zweckbestimmung der Bunker und viele technische Details konnte Lutz Schwarz berichten. Das technisch Mögliche wurde getan, um sich, d.h. die führenden Funktionäre der DDR in Zeiten des sogenannten Kalten Krieges im Ernstfall zu schützen. Weit über 60 Bunker aller Sicherheitskategorien wurden hier gebaut und mehrere Milliarden an DDR-Mark dafür ausgegeben. Einen breiten Raum nahmen seine Ausführungen zum Bunker Garzau ein, der als Hauptrechenzentrale der ehemaligen NVA genutzt wurde.

Martin Heumer ergänzte den Vortrag von Lutz Schwarz noch mit Bemerkungen zur wechselvollen Geschichte des Reden-Tunnels in Rüdersdorf, der schließlich dem Kalkabbau weichen musste.

Es ist und war ein wahres Glück, dass es nie zu dem von allen gefürchteten Ernstfall kam und hoffentlich auch nie dazu kommen wird, so Lutz Schwarz in seinem Schlusswort. In diesem Kontext sei auch eine Rückbesinnung förderlich meinte er und riet zum Besuch der jetzt vielfach als Museum genutzten und unter Denkmalschutz gestellten Anlagen.

  

108. Rehfelder Gespräche - Der 1. Weltkrieg in Müncheberg und in unserer Region

Rehfelde, den 25.09.2014
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(HG) Das Thema wurde von den Heimatfreunden extra gewählt, weil sich der Beginn des 1. Weltkrieges in diesem Jahr zum einhundertsten mal jährt. Natürlich fand der 1. Weltkrieg nicht in Müncheberg und unserer Region statt. Aber zwei wichtige Ereignisse hatten doch unmittelbar mit den Kriegsereignissen zu tun, wie der Regionalhistoriker Klaus Stieger in seinem Vortrag zu den 108. Rehfelder Gesprächen gestern berichtete. Das war einerseits als Folge der Kriegshandlungen die Einrichtung eines großen Gefangenenlagers mitten in Müncheberg und andererseits die Gründung der Militärfliegerschule Müncheberg zur Vorbereitung einer neuen Form der Kriegsführung in der Luft.

Ein cleverer Geschäftsmann und Großgrundbesitzer in Müncheberg errichtete ein "privates" Gefangenenlager auf seinem Gutshof mitten in der Stadt und verdiente gutes Geld damit. 5000 Kriegsgefangene, vor allem Russen, die in der Landwirschaft arbeiteten, und französische Offiziere, die sich beim Boule vergnügten, waren in dem Lager untergebracht. Die arbeitenden Gefangenen wurden sogar entlohnt, allerdings nur mit extra für das Lager herausgegebenen Geldscheinen. Heute gibt es ob der schweren Zerstörungen Münchebergs im 2. Weltkrieg von dem Gutshof bzw. Gefangenenlager kaum noch etwas zu sehen, aber der von den französischen Offizieren eingerichtete Friedhof  und das Denkmal ist frisch restauriert zu besichtigen.

Die Müncheberger Militärfliegerschule wurde 1915 vom Flugzeugbauer Edmund Rumpler eingerichtet, der mit seinen Rumpler Flugzeugwerken in Berlin Johannisthal wenig Erfolg hatte, aber mit der Fliegerschule um so mehr. Insgesamt wurden in Müncheberg knapp 1300 Piloten ausgebildet. Die angehenden Flugkapitäne waren bei den Müncheberger Mädels, so der Historiker Stieger, sehr beliebt, dagegen interessierte sich die Müncheberger Jugend besonders für die zahlreichen Bruchlandungen der noch nicht sehr weit entwickelten Rumpler Doppeldecker. Müncheberg war für die damalige Zeit eine Hochburg der Fliegerei.

Der Bezug zu Rehfelde und der Region ergab sich durch die gemeinsame Ostbahn auf der während des 1. Weltkrieges zahlreiche Truppentransporte fuhren, die wiederum von den Frauen der Dörfer an den Bahnstationen, organisiert durch den damaligen "Vaterländischen Frauenverein", mit Essen und Getränken versorgt wurden.

Ein herzliches Dankeschön an den Gastredner Klaus Stieger, der zum Schluß noch erschreckende Bilder aus der damals üblichen Propaganda zeigte, Hurrapatriotismus pur.

 

107. Rehfelder Gespräche "Auf den Spuren der Zisterzienser in unserer Region"

Rehfelde, den 25.06.2014

(HG) Heimatfreund Martin Tesky verwies zu Beginn seines Vortrages auf die gleichnamige Ausstellung in der Heimatstube, die zur Zeit noch zu besichtigen ist. Darin werden u.a. auf 8 Bild- und Texttafeln die historischen Begebenheiten der dreihundertjährigen Zisterzienserzeit in unserer Region dargestellt. Deshalb werde er sich in seinem Vortrag mehr auf "Geschichte und Geschichten am Rande erlebt" , so der Untertitel seines Vortrages, konzentrieren. Getreu diesem Motto hangelte sich Martin Tesky mit Bildern und Geschichten vom Mutterkloster Zinna über Mönchwinkel, Rehfelde, Werder, Zinndorf und Klosterdorf bis nach Hirschfelde und Hönow. Er zeigte u.a. die Kirchen von Rehfelde, Lichtenow und Werder mit dem Zeichen der Lilie auf Glocke, Kirchenfenster und Windfahne in der Tradition der Zisterzienser. Und er lobte zugleich die Traditionspflege in Rehfelde mit Lilienrundweg, Lilienfest und Lilienlauf. Der Lilienrundweg ist der kürzeste Weg zwischen den drei Kirchen Rehfelde, Werder und Zinndorf, die man sich genauer anschauen sollte, einerseits wegen der Ritzzeichnungen in Rehfelde und Werder, die noch der Deutung bedürfen, und andererseits wegen der unterschiedlichen Bauausführungen in Quadersteinen und unbehauenen Feldsteinen, was auf verschieden Bauzeiträume hinweist. In Hönow finden sich an der Kirche mehrere sog. Schachbrettsteine, die vermutlich das Zeichen einer damaligen Kirchenbauhütte darstellen. Es gibt also auch nach dem Vortrag viel zu entdecken.
So kündigte Martin Tesky am Schluß auch noch eine Radtour für Anfang August (näheres wird zu dieser Tagestour noch veröffentlicht) zur Erkundung einiger solcher Besonderheiten an und in den Kirchen in der Umgebung an. 

 

Zur Geschichte von Waldsieversdorf

Rehfelde, den 29.05.2014
Dr. Otfried Schröck, Ruth Gehrke, Martin Texky (v.l.)

(MT) „Zur Geschichte von Waldsieversdorf“ hieß das Thema der 106. Rehfelder Gespräche. Dr. Otfried Schröck – ein gebürtiger Waldsieversdorfer – war der Referent und Gesprächspartner einer aufmerksamen Runde regionalgeschichtlich interessierter Rehfelder Bürger. Er kennt nicht nur ausgezeichnet seinen Heimatort Waldsieversdorf, sondern auch die gesamte Märkische Schweiz. Davon zeugen seine bereits vielfältigen Publikationen über die Geschichte von Waldsieversdorf, das Kriegsende in der Märkischen Schweiz 1945 und die  Beobachtungen am Wegesrand in und um Waldsieversdorf und Buckow.

Fährt man durch Waldsieversdorf in Richtung Müncheberg wird man nicht sehr viel über den verträumten Urlaubsort mit den idyllischen Seen und den schönen Waldpartien erfahren. Biegt man aber links in das Ortszentrum ein, dann wird der Besucher überrascht sein von den schön gelegenen Villen, die Ferdinand Kindermann ab 1895 konzipierte und die herrlichen Ausblicke über die Seenlandschaft. Wer mehr über Waldsieversdorf erfahren will, der macht einen kurzen Halt an der ehemaligen Schule, die heute auch das Heimatmuseum beherbergt.

Dort erfährt der Besucher, dass Waldsieversdorf eigentlich schon 1253 erstmals urkundlich erwähnt wurde, warum man von der „Wüste Sieversdorf“ spricht und was es mit der wechselvollen Geschichte der großen Häuser „Sanatorium“ und „Pädagogikum“ auf sich hat.

Der Sommer steht vor der Tür, da lädt Waldsieversdorf ein zu erlebnisreichen Wanderungen um die Seen, zu einem Besuch im Heartfield-Museum oder ins schöne Schwimmbad – sie werden begeistert sein. 

Dr. Otfried Schröck stellt vielfältige interessante geschichtliche und aktuelle Informationen auf der Internetseite www.waldsieversdorf-online.de dar.

 

105. Rehfelder Gespräche „Otto Reutter – Couplets“

Rehfelde, den 26.03.2014
Vortrag von Gerhard Büttner

(HG) Stücke von Vorgestern mit Wahrheiten von oder für heute! Auch das hätte der Titel der 105. Rehfelder Gespräche sein können, denn was der große Humorist Otto Reutter in den ersten 30 Jahren des vorigen Jahrhunderts geschrieben, veröffentlicht und gesungen hat, gilt uneingeschränkt heute noch. Jedenfalls traf das auf die Auswahl der Couplets zu, die Heimatfreund Gerhard Büttner heute Abend vortrug oder vom Band zu Gehör brachte.
 Die Rehfelder Heimatfreunde erlebten diese Gesprächsrunde mal ganz anders als sonst, sie konnten sich zurücklehnen und schmunzeln über die vielen launigen Episoden in Versform, die Gerhard Büttner ebenso launig vortrug. Das er nicht selber sang, soll nach seinen eigenen Worten von Vorteil gewesen sein, wer weiß?
Mit langem Applaus und einem Blumenstrauß wurde ihm Dankeschön gesagt.
Der Abend war sicher auch eine Anregung, in den eigenen Plattenschrank zu schauen und die alten Vinyl-Schätzchen wieder mal aufzulegen.

 

104. Rehfelder Gespräche "Thaer in Berlin und Möglin"

Rehfelde, den 27.02.2014
Foto: Helmut Grützbach

(HG) Zu diesem interessanten Thema trafen sich die Rehfelder Heimatfreunde am gestrigen Mittwoch im Bürgerzentrum. Vortragender war der Geschäftsführer der Fördergesellschaft Albrecht Daniel Thaer Möglin e.V., Prof. em. Dr. Martin Frielinghaus. Die Heimatfreunde erfuhren, wie Albrecht Daniel Thaer vom britischen Untertanen in Celle zum preußischen Untertanen in Möglin wurde und als preußischer Kriegsgerichtsrat die Landwirtschaftliche Lehranstalt, die spätere Königliche Akademie in Möglin gründete und als Reformer der damaligen Landwirtschaft wirkte. Ganz neu war dies den Heimatfreunden nicht, hatten sie doch Möglin mit dem Thaer-Hof und dem Thaer-Museum 2012 einen Besuch abgestattet. Aber von Professor Frielinghaus wurde sehr detailliert dargestellt, wie Thaer die landwirtschaftlichen Großbetriebe bzw. Rittergüter zu nachhaltig wirtschaftenden Unternehmen umformen wollte und darauf seine Lehrtätigkeit ausrichtete.

Dass Thaer auf seinen Reisen von Möglin nach Lichtenberg bei Berlin in Rehfelde vorbeigekommen sein müßte, ist anzunehmen, aber leider nicht verbürgt, schade.

Schön zu hören war, dass der Thaer-Hof inzwischen vom jetzigen Besitzer restauriert wird. Da lohnt sich demnächst einmal wieder ein Besuch, die Ausstellung im Thaer-Museum ist ohnehin jederzeit sehenswert.

 

Nach der Gebietsreform – 10 Jahre Gemeinde Rehfelde

Rehfelde, den 31.10.2013
Vorschaubild zur Meldung: Nach der Gebietsreform – 10 Jahre Gemeinde Rehfelde

(HG) Zum einhundertersten Mal trafen sich die Rehfelder zu den Rehfelder Gesprächen mit dem Thema "10 Jahre Gebietsreform". Martin Tesky hielt den Vortrag in bewährter Weise, denn er verband die letzten 10 Jahre Gemeindegeschichte mit einigen Geschichtsdaten früherer Zeiten, z. B. der gemeinsamen Zisterzienserzeit von Rehfelde, Werder und Zinndorf oder etwas gegenwärtiger dem Gemeindeverbund zu DDR-Zeiten derselben Dörfer mit Garzau und Garzin.

Im Vortrag wurde berichtet, wie schwierig der Anfang war und dass es dennoch gelang, eine leistungsfähige Gemeinde zu formen. Das zeigten die vielen Beispiele des in den vergangenen 10 Jahren Erreichten. Das Straßenbaukonzept wurde und wird schrittweise in allen Gemeindeteilen umgesetzt, Schule, Hort und Kindergärten wurden renoviert und ausgebaut, der Tourismus gefördert, um nur einige Schwerpunkte zu nennen. In den 10 Jahren Rehfelder "Großgemeinde" wurde vieles erreicht, die Bilanz kann sich sehen lassen. Die beiden Bürgermeister der letzten 10 Jahre, Lutz Schwarz und Reiner Donath konnten das als Zeitzeugen uneingeschränkt bestätigen.

Ausblick des Vortrags war die möglicherweise bevorstehende nächste Gebietsreform, die, so Reiner Donath, in der nächsten Legislaturperiode der Landesregierung zu erwarten ist. Er plädierte dafür, sich rechtzeitig in diese Diskussion einzubringen und er rief die Rehfelder auf, sich aktiv daran zu beteiligen. 

 

99. Rehfelder Gespräche: Unsere Heimat Brandenburg – Die Uckermark

Rehfelde, den 28.06.2013
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(HG) Noch vor der Sommerpause fanden am Mittwoch die 99. Rehfelder Gespräche im Bürgersaal unter dem Motto „Unsere Heimat Brandenburg – die Uckermark“ statt. Den Vortrag hielt der Vorsitzende der Rehfelder Heimatfreunde, Martin Tesky selbst. War er doch  als langjähriger Uckermärker prädestiniert dafür.

Mit ein wenig historischer Einführung und Erklärungen zur eiszeitlich geprägten Landschaft und zu den wichtigsten Städten wie Angermünde, Prenzlau, Schwedt, Lychen und Templin führte er uns dann auf einen schönen Rundwanderweg rund um Temmen.

Besonders hob Martin Tesky die kleine Stadt Templin hervor, die Perle der Uckermark. Sehenswert dort die gut erhaltene Stadtmauer mit den drei Stadttoren und die vielen Fachwerkhäuser.  

Der Wanderweg rund um Temmen an vielen Seen vorbei und durch kleine Dörfer mit den dort typischen Schnitterhäusern berührte, wen wundert’s, die frühere Heimat der Teskys. Da gab es natürlich einiges vom früheren Leben dort zu berichten. Aber auch das Wochenendhaus von Kanzlerin Angela Merkel war zu sehen.

Bekanntester Fürsprecher der Uckermark ist der Brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzek, der die Gegend wegen der geschwungenen Hügel als eine schöne „Busen- und Po-Landschaft“  rühmt.

Die Rehfelder Heimatfreunde sind nun gut eingestimmt auf ihren jährlichen Vereinsausflug, der in diesem Jahr natürlich in die Uckermark führt.

Nicht unerwähnt soll bleiben, dass an diesem Abend Bürgermeister Reiner Donath im Namen des Zinndorfer Bürgervereins e.V. für die Erarbeitung und Gestaltung der Zinndorfer Ortschronik an Martin Tesky und Hans-Günter Hoffmann als Dankeschön je einen Einkaufsgutschein überreichte. Diese Chronik ist für einen Unkostenbeitrag von 10 € in der Rehfelder Heimatstube erhältlich. Die erste Auflage ist bereits vergriffen, es wird aber nachgedruckt!

 

98. Rehfelder Gespräche: Meine Kindheit in Rehfelde

Rehfelde, den 30.05.2013
Vorschaubild zur Meldung: 98. Rehfelder Gespräche: Meine Kindheit in Rehfelde

(HG) Passend zum Thema der in diesem Monat eröffneten Sonderausstellung in der Rehfelder Heimatstube berichtete Georg Gehrke über seine Kindheit in Rehfelde. Im Jahre 1941 geboren, konnte er viele Episoden aus der Nachkriegszeit vermitteln, die bei dem überwiegend gleichaltrigen Zuhörern Erinnerungen an die eigene Kindheit bewirkten. 
Die Erinnerungen von Georg Gehrke ergänzten die Heimatfreunde Renate und Gerhard Büttner mit ihren eigenen Erlebnissen. Trotz schwerer Zeiten mit Flucht und Hunger gab es für die Kinder auch schöne Tage, wie zum Beispiel die Einschulung mit der Zuckertüte oder die Ferienfarten nach Buckow oder Groß Dölln.
Spontan meldeten sich dann Doris Krause, geb. Fechner und Reinhardt Duwe mit ihren eigenen Geschichten zu Wort. Reinhardt Duwe, Jahrgang 1930, erzählte teils mit bewegten Worten über seine Kindheit von der noch braunen Zeit vor 1945 in Rehfelde und Garzau und dem Wiederanfang nach Kriegsende. Sicher findet sein Bericht noch Eingang in die Dokumentation zur Ausstellung in der Heimatstube.
Der Abend war ein voller Erfolg, lebensnahe und authentische Berichte ließen fast vergessene Zeiten wieder aufleben. Und das Interesse war groß, denn der Bürgersaal war mehr als sonst gut besucht.
Von Gerhard Büttner kam am Schluß noch ein schönes humoriges Gedicht über die Seelenwanderung, das er als Schüler in einem Ferienlager vortragen durfte. Alle Achtung vor so einem Gedächtnis!
Hinweis: Die Ausstellung in der Heimatstube ist noch bis Ende August zu sehen.

 

Rehfelder Gespräche zum Erholungswert des Waldes

(28.11.2012)

(HG) Revierförster Johannes Wenske führte Natur- und Heimatfreunde heute unter diesem Thema durch die Jahreszeiten im heimischen Wald. Die letzten Rehfelder Gespräche des Jahres 2012 widmeten sich ganz der Natur, und Förster Wenske verstand es, mit schönen Bildern den Wald zu zeigen und gleichzeitig auch auf die Bedrohungen des Waldes hinzuweisen. 
Er appellierte an seine Zuhörer, den Wald mit allen Sinnen zu genießen, die großen Bilder zu schauen, aber auch die kleinen Dinge zu entdecken, den Wald zu riechen und zu fühlen. Ob Frühlingsblüher oder verschneite Fichten, in jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter gibt es Schönheiten zu entdecken. Wer den Kopf voll hat, soll in den Wald gehen und sich frei atmen, das war seine Empfehlung.
Förster Wenske sprach auch über die Bedrohungen des Waldes, z. B. den verschiedenen klimabedingten extremen Wetterlagen und den dadurch verursachten Schädlingsbefall. Und er zeigte auch Bilder von Waldverschmutzung durch illegale Müllentsorgung. Auch "legitime", jedoch rücksichtslose Abholzungen aus Profitgier sind ein Ärgernis.  
Die Bemühungen zur Umwandlung der Monokulturen in Mischwald und eine nachhaltige Bewirtschaftung war ein weiterer Schwerpunkt des Vortrags. Wir Naturfreunde sollten uns nicht ärgern, wenn mal ein Zaun den Wald versperrt. Wildverbiß an jungen Setzlingen oder natürlichem "Nachwuchs" muß verhindert werden, bis die kleinen Bäumchen etwas größer und damit für das Wild nicht mehr erreichbar sind. 
Dass der Wald als eine der wichtigsten Ressourcen unseres Lebens   von der Politik so gering beachtet wird, hat Förster Wenske bitter beklagt. Von früher etwa 12.000 Mirarbeitern im Forstwesen Brandenburgs sind heute noch etwas über 1.000 übrig. Für eine gute Betreuung unseres Schatzes Wald ist das viel zu wenig.

 

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Künstlersiedlung Grünhorst entdeckt

(02.07.2012)

(MT) Angeregt durch einen Brief aus Soest, in dem nach einer Künstlersiedlung Grünhorst, Post Rehfelde (Ostbahn) bei Berlin nachgefragt wurde, forschte Heimatchronist Martin Tesky monatelang nach diesem geheimnisvollen Ort.

Mit einem Vortrag in der Bildungsreihe „Rehfelder Gespräche“ am Mittwoch, den 27. Juni 2012 lüftete er nun endlich das „Geheimnis“. Die Künstlersiedlung Grünhorst existierte von 1920 bis 1933 am Rande des Roten Luchs. Gegründet wurde sie durch den Philosophen Heinrich Goldberg, weltweit bekannt als Filareto Kavernido. Danach übernahm die Siedlung der  Maler und Literaturkritiker Artur Streiter. Ein Original-Ölbild von ihm befindet sich noch heute im Besitz der Rehfelder Heimatfreundin Waltraud Henze.

Schließlich wirkte auch drei Jahre lang der bekannte Maler Max Schulze-Sölde mit seinem Freundeskreis in Grünhorst.

Am Sonnabend, den 30. Juni 2012, machten sich dann interessierte Radler auf den Weg nach Grünhorst, um nach Spuren der ehemaligen Künstlersiedlung zu suchen. Sie wurden nicht enttäuscht. In einer romantischen Wildnis in der Nähe der ehemaligen Ostbahnstrecke, am Rande des Roten Luchs, fanden sie die Überreste der Siedlung.

 

Bilder von der Radwanderung --> hier

 

Foto zu Meldung: Künstlersiedlung Grünhorst entdeckt

 

 

90. Rehfelder Gespräche "300 Jahre Friedrich II."

(19.05.2012)

(HG) Die 90. Rehfelder Gespräche zum Thema "300 Jahre Friedrich II." leiteten die Festveranstaltungen zu diesem Jahrestag in Rehfelde ein. Es folgen die Fahrt nach Küstrin und die Sonderausstellung in der Rehfelder Heimatstube.

Moderiert von Frau Vogel hatten die etwa 50 Gäste der Veranstaltung einen interessanten Abend. In einem Film wurde das Wirken von Friedrich dem Großen oder des "Alten Fritzen" aus heutiger Sicht dargestellt und dabei viele Klischees über Bord geworfen. Martin Tesky ergänzte das Gesehene und Gehörte dann noch durch seine Ausführungen über das Wirken Friedrich II. in unserer Region, was ja auch Gegenstand der Sonderausstellung ist.

 

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89. Rehfelder Gespräche "Perspektiven an der Ostbahn"

(29.03.2012)

(HG) Die 89. Rehfelder Gespräche waren wieder ein interessanter Abend für die etwa 40 Gäste im Bürgersaal Rehfelde. Das Thema war die Ostbahn und die derzeitige und zukünftige Entwicklung des Wirtschaftsraumes diesseits und jenseits der Grenze entlang dieser Bahnlinie. Dozenten der Veranstaltung waren Karl-Heinz Boßan von der IGOB, bei uns inzwischen besser bekannt als „Mister Ostbahn“ und Professor Dr. Hans Joachim Kujath vom Leibnitz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung (IRS).

Karl-Heinz Boßan berichtete über die angestrebte Entwicklung der Ostbahn in den kommenden Jahren, aber auch über praktische Vorhaben in naher Zukunft. So soll ab 6. Juni 2012 ein Zug von Berlin mit Halt in Strausberg täglich nach Danzig und zurück fahren. Der Rehfelder Bahnhof soll, wie alle anderen Bahnhöfe an der Strecke, den gültigen Normen (Bahnsteighöhe 55 cm und Länge 140 m) angepasst werden. Mit der neuen Ausschreibung des Bahnverkehrs wird es ab 2014 verbesserte Reisebedingungen mit größerem Raumangebot in den Zügen und eventuell halbstündigem Zugtakt bis Müncheberg geben. Auf jeden Fall soll die Regionalbahn bis zum Ostkreuz weitergeführt und damit der BBI besser erreichbar werden. Wenn dann noch der geplante „Kulturzug“, eine Spätverbindung von Berlin dazukommt, können wir Rehfelder zufrieden sein.

Professor Kujath erläuterte den Aufbau des EVTZ Transoderana (Europäischen Verbund Territorialer Zusammenarbeit) in der Region beiderseits der Oder. Man will in diesem Verbund mit europäischer Unterstützung die wirtschaftliche und kulturelle Zusammenarbeit in einem Korridor entlang der Ostbahn von Berlin bis Pila fördern. Seit 2010 arbeitet man an der Vorbereitung und jetzt soll  das Vorhaben gestartet werden. Laut Bürgermeister Reiner Donath wird sich die Gemeinde  Rehfelde beteiligen. Rehfelde wird damit weiterhin Pilotfunktionen in der Zusammenarbeit zwischen Polen und Deutschland ausüben.

 

Die MOZ berichtet in der online-Ausgabe unter der Überschrift Ab 2016 mit Halt Berlin-Ostkreuz von den 89. Rehfelder Gesprächen.

 

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88. Rehfelder Gespräche "Regine Hildebrandt für Brandenburg - Erinnern tut gut"

(01.03.2012)

(HG) Als ausgesprochen interessanter, aber auch berührender Abend erwies sich die gestrige 88. Veranstaltung Rehfelder Gespräche unter dem Titel "Regine Hildebrandt für Brandenburg - Erinnern tut gut" mit Frauke Hildebrandt, der Tochter der landesweit bekannten Politikerin Regine Hildebrandt. Es ist bereits 10 Jahre her, dass Regine Hildebrandt für viele unerwartet an einer schweren Krankheit verstarb. Unerwartet, weil sie noch kurz vor Ihrem Tod auf dem Parteitag der SPD auftrat und mit bestem Stimmenergebnis in den Bundesvorstand gewählt wurde.

Aber ihre Tochter Frauke berichtete gestern abend nicht so sehr über die Politikerin Regine Hildebrandt, sondern mehr über die private Mutter, Großmutter, Ehefrau und engagierte Bürgerin sowohl vor als auch nach der Wende. Es entstand bei allen Zuhörern das Bild einer Frau, die im Mittelpunkt ihrer doch recht großen Familie stand und diese mit Energie und Einfallsreichtum zusammen hielt.  Als rastlos, oder besser unermüdlich schilderte Frauke Hildebrandt ihre Mutter. Sie kochte gern, bastelte mit ihren Kindern, sang im Chor, lief Schlittschuh, las Bücher, wanderte gern, kannte alle Singvögel, bestimmte Pflanzen und vieles mehr, sie ließ wohl kein Thema aus. Ihr liebstes Thema war allerdings das Soziale. So verließ sie schon zu DDR-Zeiten die Diabetes-Forschung und ging in die Diabetes-Betreuung und gründete ein Ferienlager für Kinder, die bereits diese Krankheit hatten.

Über dieses soziale Engagement kam sie während Wende plötzlich in die Politik, weil damals das geeignete Personal knapp war. Sie wollte es wohl nicht, ein Karrieredenken lag ihr sehr fern, aber dass sie sich ehrgeizig in der Politik durchsetzte, konnten wir über alle Jahre beobachten.

Dass Regine Hildebrandt auch viel in unserer Region unterwegs war, bewiesen die interessanten Erinnerungen einiger Teilnehmerinnen dieser Rehfelder Gespräche.

 



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Rehfelder Gespräche: Was gibt's Neues Herr Bürgermeister?

(26.01.2012)

(HG) Wie in jedem Jahr stellte sich Bürgermeister Reiner Donath im Rahmen der Informationsreihe "Rehfelder Gespräche" den Fragen der Bürger zu den Vorhaben im neuen Jahr.

Eingeleitet wurde die Veranstaltung durch den Film zum Jahresrückblick auf 2011. Daran schloß der Bürgermeister seine Ausführungen zu 2012 an. Schwerpunkte der Arbeit  seien für ihn erstens das Wohlergehen der Kinder und Jugendlichen in unserem Ort, d.h. die Aufgaben rund um die Schule, den Hort und die Kindergärten. 2012 wird es dabei vorrangig um den Ausbau der  Kindertagesstätte Fuchsbau gehen.

Zweiter Schwerpunkt 2012 ist das Thema Ostbahn und der Bahnhofsausbau. Bei letzterem konnte er auf eine Zusage von Herrn Westphal verweisen, auch den Bahnhofsschuppen 2012 zu sanieren, so dass 2012 der gesamte Komplex ein neues Aussehen bekommt.

Dritter Schwerpunkt wird der weitere Ausbau des Bürgerzentrums sein, wobei die Gestaltung der Außenanlagen wohl erst 2013 erfolgen wird.

Zum Thema Straßen sagte Reiner Donath, dass an der beschlossenen Straßenbaukonzeption festgehalten wird, aber 2012 alles Geld vorrangig in Straßenreparaturmaßnahmen fließen soll, d.h. alle Investitionen werden um ein Jahr verschoben.

Schließlich verwies der Bürgermeister noch auf den Start des  Vorhabens "Rehfelder-EigenEnergie". Dazu wird es am 21. Februar 2012 eine Bürger-Informationsveranstaltung geben.

Die Fragen der Bürger konnte er nur teilweise beantworten. versprach aber, sich um offen gebliebenen Fragen weiter zu kümmern.

 

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Hermann Römmler – Pionier der Kunststofftechnik

(02.12.2011)

(MT) Der Vortrag zum Thema „Zur Geschichte Rehfelder Unternehmen – die Firma Römmler“ am Mittwoch, den 30. November 2011, fand bei vielen Rehfelder Bürgern großes Interesse. Es war bereits der 5. Vortrag zur Geschichte Rehfelder Traditionsunternehmen innerhalb der Bildungsreihe „Rehfelder Gespräche“.

Einmütig wurde in anschließenden Gesprächsrunden festgestellt, dass kein anderes Unternehmen in Rehfelde so eine berühmte Geschichte wie die Fa. Römmler hat. Für viele Gäste war es vollkommen neu, dass bereits 1867 der Vater von Hermann Römmler, August Hermann Römmler, in Spremberg den Grundstock für das heutige Unternehmen legte. Seinem Sohn und  dem Forscher Hermann Römmler (1938 bis 1949 Firmenchef in Rehfelde), ist es dann im Wesentlichen mit zu verdanken, dass die weltbekannten Marken „Sprelacart“ und „Resopal“ so eine große Erfolgsgeschichte in der DDR und in der BRD zu verzeichnen hatten.

Hans-Hermann Römmler setzte dann den von seinem Vater eingeschlagenen Weg fort und hielt das Familienunternehmen, trotz vieler Klippen, bis 2009 zusammen.

Heute produzieren immer noch ca. 35 „Römmler-Mitarbeiter“ in Rehfelde und Tunesien Kunststoffprodukte unter dem Markennamen „hermann römmler – kunststofftechnik“.

Eine „email“ aus Berlin, von der 4. Römmler-Generation, am 01.10.11, ist für den Organisator und Vortragenden der Firmenpräsentation mehr als ein Dank für seine Ausarbeitungen:

„Sehr geehrter Herr Tesky, vielen Dank nochmal, dass Sie so umfassend die Firmengeschichte zusammengetragen haben. Für mich war es auch sehr schön, Herrn Opitz und viele andere wiederzusehen, die ich schon aus meinen Kindertagen kenne. Herzlichen Dank & viele Grüße Uli Römmler."

 

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85. Rehfelder Gespräche "Damit das Herz im Takt bleibt"

(26.10.2011)

(HG) Die 85. Rehfelder Gespräche drehten sich rund um das Herz. Wie sorgen wir vor, "Damit das Herz im Takt bleibt"? Das war auch das Thema, zu dem Frau Dipl.-Med K. Posselt viele Fragen zum guten Umgang mit unserem Herzen beantwortete. Denn statt eines trockenen Referates führte Frau Posselt eine interessante Gesprächsrunde mit den durchaus wissbegierigen Teilnehmern des Abends. Natürlich ging es vor allem um den Herzinfarkt, der Krankheit, von der lt. Frau Posselt rund 30 % aller Männer und 15 % aller Frauen in Deutschland betroffen sind. Wo liegen die Risikofaktoren und wie kann man sie mindern? Gesunde Ernährung und Bewegung sind die Zauberworte, jedem wohl bekannt, doch Frau Posselt gab dazu ganz praktische Ratschläge. Mit einem speziellen Maßband konnte jeder mal seine Problemzone abmessen und feststellen, ob er bezüglich Bauchfett im grünen, gelben oder roten Bereich lag. Am Ende waren alle Fragen beantwortet und gute Vorsätze gefaßt, also ein erfolgreicher Abend.

Dazu noch eine gute Nachricht für die Rehfelder: Die Leistungsfähigkeit und Qualität der Arbeit in der Arztpraxis wird sich weiter verbessern, denn die beiden bisherigen Ärztinnen Frau Dr. Gohlke und Frau Posselt bekommen an drei Tagen in der Woche Verstärkung von der Internistin Frau Dr. Krüger.



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Schlösser und Herrenhäuser rund um Rehfelde

(29.09.2011)

(KR) Auf erfolgreiche 10 Jahre und 83 bisherige Rehfelder Gespräche konnte Martin Tesky , Vorsitzender der Rehfelder Heimatfreunde e.V. zusammen mit über 50 Freunden und Gästen bei der Festveranstaltung am Mittwochabend zurückblicken.
Unter den Gästen auch Bürgermeister Reiner Donath, der den Heimatfreunden seine Glückwünsche überbrachte und allen wünschte, auch den 100. Gesprächen beiwohnen zu können.
Zum 84. Rehfelder Gespräch referierte Helmut Grützbach zum Thema "Schlösser und Herrenhäuser rund um Rehfelde".
 

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