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Bürgermeisterwort November 2017

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

mit Bewunderung habe ich die Entscheidung - bei 318 Nominierten - zur Auszeichnung mit dem Friedensnobelpreis 2017 für die Internationale Kampagne zur Abschaffung der Atomwaffen, das ICAN – Netzwerk aufgenommen. Die ist ein Zeichen für die Kämpfer aus 450 Friedensgruppen, ein Zeichen für die totale Abschaffung, für eine Welt ohne Atomwaffen, ein Dank an jene, die das mögliche Ende der Menschheit verhindern wollen. Eine Mahnung an alle, die davon reden, ohne es zu leisten.

Trotz UNO-Beschluss von 122 Staaten positionieren sich die neun Atomwaffen besitzenden Staaten USA, Russland, China, Indien, Großbritannien, Frankreich, Pakistan, Israel und vielleicht Nordkorea nicht. Der Friedensnobelpreisträger aus 2009, Präsident Obama, hat ein Programm für 30 Jahre mit einer Billion Dollar zur Modernisierung der Atomwaffen aufgelegt. Präsident Donald Trump twittert die Welt in einen Atomkrieg mit Nordkorea, dessen Machthaber Kim Jong Un sich an keine Regeln der Welt hält und stark provoziert. Auch Deutschland verweigert sich, weil die nukleare Abschreckung zur Strategie der NATO gehört und USA-Atomwaffen in Deutschland lagern. Das atomare Gleichgewicht soll und muss erhalten bleiben, dafür können wir ebenfalls einstehen, aber bitte auf einem immer weiter abnehmenden Niveau. Ein Gleichgewicht gibt es auch bei einem 0:0 Atombomben.

Schon nach Hiroshima war eine Welt ohne diese Waffen angemahnt und nach den Reaktorunfällen in Weißrussland und Japan überfällig. Dazu kommen die fast täglichen Meldungen von Terrorakten mit Hunderten von Toten, den geführten Kriegen, den Millionen auf der Flucht, zum Hunger in der Welt, zur Kinderarmut und zu den sich durch den Klimawandel zunehmenden Naturkatastrophen. Aber die Menschheit lernt leider aus ihrer Geschichte nur, was sie lernen will.

Weltweit prophezeien Experten und Politiker – 2007 auch Wolfgang Schäuble – seit Jahren, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis eine Atombombe in einer Großstadt explodiert. Falls die Vision der Atomwaffen freien Welt nicht eines Tages Wirklichkeit wird, werden sie am Ende wohl recht behalten.

Unvorstellbar, denn schon das Sturmtief „Xavier“ mit nur 120 km/h und etwas mehr hat Schäden angerichtet, die wir uns kaum so vorstellen konnten. Entwurzelte Bäume, dicke Äste abgebrochen wie Streichhölzer von gewaltigen Eichen und Schäden an der Kirche in Zinndorf. Zwischen Zinndorf und Werder und anderswo Vollsperrungen. Verkehrschaos auf Straßen und bei den Bahnen. Selbst wenn wir keine Toten zu beklagen haben, den Eindruck von Hilfslosigkeit und Angst vor größeren Katastrophen haben wir erlebt. Dank der Einsätze und der Leistungen unserer Kameraden der Feuerwehren, die nachts unterwegs waren, um das Gröbste zu beräumen sowie die Verkehrswege freizuhalten war der Alptraum nur kurz und nicht einmal im Ansatz mit einem Tornado und einer Atomkatastrophe vergleichbar.

Um das Schlimmere, das Grauen zu verhindern schließen wir uns geistig dem ICAN an und fordern von unseren Politikern, sich ebenfalls für eine Welt ohne diese Macht- und Drohwaffen einzusetzen.

Reiner Donath

 

Reiner Donath

 
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