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Bürgermeisterwort September 2017

Liebe Bürgerinnen und Bürger, 

 

Weltfriedenstag - ein Tag zum Nachdenken. Wir schauen auf eine Welt voller Krieg, Gewalt, Provokationen, Wirtschaftssanktionen, ungebremster Aufrüstung und sehen Waffenexporte für Milliarden Dollar und Euro und sogar die Drohung mit atomarem Krieg und anschließendem Bomberflug als Antwort im koreanischen Konflikt. Wer ist dafür verantwortlich und wer ist für den Frieden zuständig?

Der Spruch von Otto von Bismarck: „Die Scheu vor der Verantwortung ist eine Krankheit unserer Zeit“ scheint ganz aktuell zu sein. Wer übernimmt die Verantwortung für eine friedliche Zukunft oder wollen wir uns wirklich umbringen?

Das könnten wir auch ohne Waffen in einer Welt des geleugneten Klimawandels schaffen, in der sich die USA aus dem Pariser Abkommen verabschiedet und andere nichts oder wenig verändern.

Einer unserer Gemeindevertreter hat als Profil bei WhatsApp den Satz: „Es macht keinen Sinn, einen Energieträger mit hohem Tempo und Subventionen auszubauen, wenn der produzierte Strom nicht genutzt werden kann.“ Klingt richtig, aber wer übernimmt die Verantwortung, dass das so ist, obwohl wir eine Energiewende vollbringen wollen. Der Vorsitzende des NABU, Herr Olaf Tschimpke, kritisiert die Bundesregierung wegen des fehlenden, klaren Bekenntnisses zum Kohleausstieg, ohne den die Klimaziele bis 2035 nicht erreicht werden können. Wer übernimmt dazu die Verantwortung für das Leben unserer Kinder und Enkel, für die saubere Energie in der Zukunft?

Wir können uns weiter im Kreise drehen, täglich eine neue Wende vollführen und einander beschuldigen oder endlich mit konkreten Konzepten und Gesetzen den Wandel mit Atom- und Kohleausstieg schaffen. Die Verantwortlichen in Deutschland werden dazu im September gewählt. Stimmen wir für die Erhaltung des Erreichten und die Überwindung der bekannten Probleme sowie die Rückkehr zu einer geplanten und wirklichen Energiewende in Deutschland als Modell für die Welt.

Für unsere Kommune werden wir uns dem Dialog sowie auch der notwendigen Auseinandersetzung zu allen anstehenden Fragen noch in 2017 stellen müssen. Dazu gehören die dringenden Maßnahmen der Infrastruktur, unsere Schule als Basis für die Kinder, das Entstehen neuer Gewerbe- und Wohngebiete und auch zwingend die Umsetzung unseres Energiekonzeptes, unserem Beitrag für die Energiewende.

Nur wir sind verantwortlich und nur wir müssen beantworten, wie es mit der Energiewirtschaft im „Gewerbegebiet“ Windfeld 26+ weitergehen wird. Diese Frage darf keine Eigendynamik entwickeln – wir müssen das Heft des Handelns in unseren Händen behalten und das geht nur über Planungen der Gemeinde und mit koordiniertem Handeln aller Interessierten, Investoren, Grundstückseigentümer und Bürger.

Wir müssen uns dieser Verantwortung stellen.

Wir dürfen keine Scheu haben.

Wer, wenn nicht wir.

 

Ihr Reiner Donath

 
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