Heimatheft 2/2025
Vorwort
Liebe Freunde der Rehfelder Heimatgeschichte,
wohl erst ab den 1920er Jahren kann man von einem eigenen Gesundheitswesen in Rehfelde sprechen. Der erste sesshafte Arzt war Dr. Arnold Alexander in der Ahornallee (ab 1919). Davor praktizierten abwechselnd Strausberger Ärzte in Rehfelder Gaststätten in der Bahnhofstraße.
Später nach 1945 hat die Ärztin Dr. Margot von Pock in der Funke-Villa in der Lindenstraße ihre Arztpraxis aufgebaut. Sie praktizierte dort bis 1971. Ihre Nachfolgerin war die Fach- und Hausärztin Margarete Pereswetowa, die dort bis 1991 die allgemeinmedizinische Außenstelle der Poliklinik Strausberg leitete.
Im Frühjahr 1991 konnten dann endlich die Räume der neuen Arztpraxis in der Elsholzstraße bezogen werden, in den heute noch praktiziert wird. Damals wurde die neue Praxis als Gemeinschaftspraxis von Frau M. Pereswetowa und Frau Dr. A. Gohlke betrieben. Im Jahre 2003 ging Margarete Pereswetowa in den Ruhestand. In der Folgezeit vergrößerte sich die Praxis ständig. Neue Ärztinnen und mehrere neue Sprechstundenschwestern kamen dazu. Auch Zahnärzte praktizierten zu verschiedenen Zeiten in Rehfelde und Rehfelde bekam eine Apotheke.
Ein Rückgrat der medizinischen Versorgung zu Zeiten der Deutschen Demokratischen Republik war das System der Gemeindeschwestern (oft auch Schwester Agnes genannt), die es in allen Dörfern gab. Sie betreuten rund um die Uhr die Kranken und Alten in den Gemeinden. Unterstützt wurden sie dabei von der Volkssolidarität.
Martin Tesky, Leiter der Rehfelder Heimatstube und Herausgeber
Aus dem Inhalt:
Dr. H. Zobel – Entwicklung des Gesundheitswesens in
Rehfelde im 20 Jahrhundert.
Margarete Pereswetowa – Die Entwicklung der allgemein-medizinischen Praxis in Rehfelde
Martin Tesky – Die medizinische Betreuung in Rehfelde
Geschichte & Geschichten
Zum Gesundheitswesen in der Deutschen Demokratischen Republik Rossner, Dr. med. Gertrud
