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Geschichtsstunde bei Kurt Hundt

Rehfelde, den 07.02.2020

(RD) Nach langem Krankenhausaufenthalt und REHA-Behandlung besuchte ich Kurt bei sich zu Hause in der Mitschurinstraße, im ehemaligen Zwergengarten. Umsorgt durch die Familien, den Pflegedienst und den Essenlieferanten fehlen ihm solche Kontakte und Gespräche.

 

Völlig zurecht ging es zuerst um seine Gesundheit und die Fortschritte, die es gibt und jene die wir erhoffen. Aber dann sofort zum Hauptthema seines Lebens, zur Freiwilligen Feuerwehr. Stolz präsentierte er mir die vom Amtsdirektor im Krankenhaus übergebene Medaille, für 70 Jahre Feuerwehr. Jahre der aktiven Arbeit in Garzau und dann in Rehfelde, insbesondere in der Gruppe in Rehfelde Dorf. Klar kam da auch seine Enttäuschung zur Auflösung der Gruppe, die er nicht verstehen kann, zur Sprache.

 

Als Mitgründer und aktives Mitglied kann er diesen Schritt nur bedauern und hofft, dass es eine Lösung mit den Kameraden geben wird. Gleichzeitig fehlt ihm, dass er nicht mehr zu Veranstaltungen der „Alten Kameraden“ der Feuerwehr gehen kann und er auch wenig Besuch von Kameraden erhält.

 

Kurt, der im April seinen 90. Geburtstag feiern möchte, konnte mir auch mit vielen Bildern, Ausweisen und Dokumenten sein Leben nach 1945 darstellen. Vom Zuzug mit einem Fahrzeug der Sowjetarmee in Garzau, der Übersiedlung nach Rehfelde, der Arbeit in der MAS / MTS, der Traktoren-Jugendbrigade, das Abholen der Mähdrescher usw. .

 

Dann waren wir wieder bei der Feuerwehr. Insbesondere die Höhepunkte seit der Gründung der Rehfelder Feuerwehr im Dorf-Rehfelde im Jahre 1908 sind in seiner Erinnerung. Das Fest zum 50. Jahrestag war noch sehr bescheiden, aber die folgenden wurden immer besser gefeiert. Dazu die Präsentationen der alten Feuerwehrtechnik und Fotos mit den Kameraden. Zum Schluss die Broschüre zum 110. Jubiläum, mit den Vorworten des Wehrführers Stefan Rothe und von mir, noch als Rehfelder Bürgermeister.

 

Er hat es verdient, dass ich mal öfter zum Reden bei ihm hineinschaue. Das gleiche kann ich nur von anderen wünschen. Den Kameraden aus 70 Jahren, den Heimatfreunden und allen die neugierig auf ein fast 90 Jahre währenden aktives Lebens sind und ihm etwas Gutes tun wollen.

 

Ihr Reiner Donath

 

Foto: 70 Jahre Feuerwehr