Bürgermeisterworte 2015

Bürgermeisterwort Dezember 2015

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

mitten in der Weihnachtsvorbereitung berührte mich folgender Satz von Maxim Gorki: „Eigentlich sollte man einen Menschen überhaut nicht bemitleiden, besser ist, man hilft ihm.“

Ja, in der eigenen Familie und dem Nachbarn nebenan helfen, der vielleicht krank ist oder eine Mitfahrgelegenheit zum Weihnachtseinkauf benötigt. Viele Päckchen für die Kinder in Tschernobyl, liebevoll verpackt und versendet, zeigen unsere Solidarität, um dort Freude zu bereiten. Sach- und Geldspenden an Bedürftige in Stadt und Land, für hungernde Menschen in Deutschland und im fernen Afrika helfen, Leid zu mindern. Die liebevoll gepackten Weihnachtsüberraschungen für die Rehfelder Senioren, die in der Adventzeit an ältere und auch kranke Bürger durch unsere Seniorengruppe überreicht werden verdeutlichen den Zusammenhalt in der Gemeinde. Geschmückte Räume, kleine Geschenke, Programme der Jüngsten, gutes Essen und Getränke zu den Weihnachtsfeiern der Senioren stärken das Wohlbefinden im Alter. Dazu zählt auch die Vorsorge und Fürsorge für die Menschen in den Krankenhäusern und Arztstuben sowie auch das Drängen nach betreutem Wohnen in der Fuchsbergstraße und am Mühlenfließ.

Zur Freude für viele Bürger werden zahlreiche weihnachtliche Höhepunkte organisiert, wie die Weihnachtsgala unserer Grundschule, das Lichterfest der Feuerwehr, das traditionelle Weihnachtskonzert des Rehfelder Sängerkreises zum 3. Advent und natürlich unser

2. Weihnachtssingen auf dem Sportplatz am 19. Dezember.

Unser Mitgefühl gilt den Tausenden auf dem Weg aus Elend, Not und Krieg auf den Schauplätzen im Nahen Osten. Helfen wir deshalb jenen, die ihre Wurzeln, ihre Heimat durch Flucht oder Vertreibung verloren haben, wieder Fuß zu fassen.

Es bleibt die Hoffnung über alles Leiden hinweg, gemeinsam und dauerhaft ein Zeichen zu setzen gegen die Grausamkeiten der Kriege und der Gewalt in der Welt sowie für den Frieden für alle Menschen und die Völkerverständigung aller Nationen.

Die Weltgemeinschaft und die Europäische Union sowie die in Deutschland Regierenden sind herausgefordert, die Kriege zu beenden, das Leben zu normalisieren und somit auch den Flüchtlingsstrom einzudämmen und zu regulieren.

Und bei allem Verständnis für Ängste, Befürchtungen und Sorgen von Bürgern gilt es, Solidarität zu üben und Standpunkte zu vertreten. Was da an manchen Orten stattfindet, ist beängstigend und erinnert fatal an die Zeit vor 77 Jahren.

Bedenken wir - Erst sind es Worte, dann Fäuste, dann Steine und Feuer – irgendwann geht es ums Leben. Versichern wir uns angesichts der aktuellen Lage und der warnenden Worte von immer mehr europäischen Politikern, unseren, wenn auch kleinen, aber wirkungsvollen Betrag gegen Krieg und Gewalt, für den Frieden in der Welt und in den Familien, den fairen Umgang aller Menschen mit einander zu leisten.

„Es kommt nicht so sehr darauf an, ob man, oder zu welchem Gott man betet, wichtig ist, dass man versucht, ein guter Mensch zu sein.“ (Latif, Kieler Umwelt- und Meeresforscher)

Ihr Reiner Donath

 

Bürgermeisterwort November 2015

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

mit der Umstellung unserer Uhren auf die Winterzeit zeigt das Jahr 2015 deutlich sein Ende an. Viele haben das Weihnachtsfest bereits im Blick und zumindest die Weihnachtsfeiern der Senioren und unser 2. Weihnachtssingen mit kleinem Weihnachtsmarkt werden schon vorbereitet. Wir werden uns, so hoffe ich, wieder beim Lichterfest der Feuerwehr, der Gala in der Grundschule und beim Konzert des Sängerkreises in der Kirche in Werder treffen. Bis dahin gilt es, die offenen Fragen des Jahres persönlich wie in der Gemeinde noch abzuarbeiten. Langweilig kann es nicht werden, es liegt noch viel Arbeit vor uns. Die großen Brocken sind die Planung für unsere Erweiterung der Kita „Fuchsbau“, die notwendigen Fortschritte mit unserem Projekt „Mühlenfließ“ und natürlich ein solider Haushalt für 2016 und die Folgejahre.

Rückblickend erinnere ich mich an zahlreiche schöne Veranstaltungen des Jahres, die wir gemeinsam erleben durften. Nennen möchte ich stellvertretend die Neujahrswanderung, das Chorsingen, das Volks- und Sportfest, das Lilienfest, das Motorradtreffen, die Schulabschlussfeiern, das Erntefest im Dorf und das Oktobertreffen in Zinndorf. Nochmals spreche ich meinen herzlichen Dank allen Vereinen, Feuerwehren und Einrichtungen der Gemeinde sowie den Gewerbetreibenden für ihre großzügigen Spenden aus. Zu unserem Ehrenamtstag werden wir darüber ausführlicher berichten und die Veranstaltungen und Projekte für 2016 beraten.

Bezug nehmen möchte ich auf das „Apfelfest“ des Naturparks Märkische Schweiz. Jedes Jahr im frühen Herbst, in der Zeit der Ernte durchgeführt, soll es in diesem Jahr eine symbolische Wirkung für die Zukunft haben. Mit der Pflanzung von Bäumen in Kommunen und deren Ortsteilen soll die Zusammengehörigkeit dokumentiert werden. Auch wir in Rehfelde, Werder und Zinndorf schließen uns an und werden Anfang November einen Apfelbaum pflanzen und ihn dann hegen und pflegen. Auf einer Bank daneben kann man ausruhen, auch träumen. Bereits Nelson sagte: „Das sicherste Mittel gegen Seekrankheit ist: „Sich unter einen Apfelbaum legen“.

Ihr Reiner Donath

 

Bürgermeisterwort Oktober 2015

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

in wenigen Tagen begehen wir den 25. Jahrestag des vereinten Deutschlands – Anlass, sich zu erinnern und für sich ein Fazit zu ziehen. Meine Bilanz ist vielfältig aber ich möchte mich, angeregt durch den Besuch in der Peter-Sodann-Bibliothek in Staucha, nur mit dem Thema Bücher beschäftigen.

Im Flyer des KulturGut Staucha kann man lesen: „Die Bücher sind das Gedächtnis der Menschheit. Sie künden von Taten der Menschen, von ihrer Liebe und von ihren Tränen, von ihren Träumen und von ihren Lügen, von ihren Gedanken und Gefühlen. In ihnen steht vielleicht nicht immer die Wahrheit, aber auch geglaubte Unwahrheit ist ein stetiger Teil unseres Lebens. Dann kam das Jahr 1989. Und mit dem Ende der DDR begann in aller Stille, von den Medien und der Bevölkerung völlig ignoriert, eine kalte Bücherverbrennung gewaltigen Ausmaßes auf den Mülldeponien des neuen alten Deutschlands“

Herr Peter Sodann entschied sich, sein Leben so nicht wegwerfen zu lassen und begann diese Bücher zu retten, denn etwa 30 Millionen Bücher aus DDR-Verlagen fanden auf Müllkippen ihr Endlager. Von den einst etwa 19.000 Büchereien wurden mittlerweile sehr viele geschlossen. Unsere Rehfelder Bibliothek war nicht dabei, sondern hat einen neuen schönen Platz in der Schule gefunden.

Herr Sodann sagt: „Das Vergessen ist die Mutter der Verwahrlosung und der Vandalismus der Sieger. Es ist Vandalismus gegen das Gedächtnis der Menschen, denn mit den kulturellen Werten wird die Erinnerung geschändet. 1989 wurde damit Platz geschaffen für die Kulturindustrie des Westens.“

Stellen wir uns die Frage, welche Bücher stehen noch in unseren Regalen, welche davon lesen wir noch, weil sie unser Leben widerspiegeln und welche lesen davon unsere Kinder und Enkel. Denen sollten diese Bücher über Downloads oder Facebook sowie über Spielkonsolen nahegebracht werden.

Also, ein Griff zu den verstaubten Märchen, Kindergeschichten, Krimis, Reiseberichten und Klassikern, wie Tolstoi, Kästner, Tucholsky und Karl May oder auch eine Fahrt nach Staucha lohnen sich. Staucha und auch die Bücher in den Regalen sind leicht zu finden, zwar nicht so spektakulär wie eine technische Messe und so aufregend wie ein Thriller im Fernsehen, sondern etwas ruhiger und gelassener.

Es gibt auch noch stille Erlebnisse, die unser Leben bereichern.

Ihr Reiner Donath

 

Bürgermeisterwort September 2015

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

erneut ist ein Jahr vergangen und ich beziehe mich in meinem Artikel für den September wieder auf den Internationalen Weltfriedenstag am 01. September. Ein Jahr, in dem aus meiner Sicht der Frieden nicht sicherer, aber die Gefahren weltweit größer geworden sind. Keiner kann diese Gefahren wirklich benennen, aber sie beunruhigen uns. Flüchtlingsströme nach Europa, die ihre Ursache in Kriegen haben, an denen Europa und die USA nicht unbeteiligt waren.

Es verwundert schon, wenn über die Mitgliedschaft für europäische Staaten auf dem Balkan verhandelt und anderseits täglich in Meldungen zu den Flüchtlingen aus dieser Region berichtet wird. Es entsetzt mich, wenn der Krieg gegen die Gefahr und den Terror des „Islamistischen Staates“ durch die Türkei plötzlich verknüpft wird mit Bomben auf die Kurden. Weltweit sehen wir, dass Gewalt neue Gewalt und Hass neuen Hass erzeugen. Dazu ist noch die Meldung zu lesen, dass Moskau Angst hat vor den tausenden rückkehrenden Tschetschenen, Inguschen und Dagestaner, die Isis–Kämpfer sind, und sich dagegen rüstet. Zeitungen berichten über Kämpfe statt Waffenruhe in der Ostukraine, über intensivierte Manöver der Nato aber auch über Paraden und die Armeespiele bei Moskau.

In einer Erklärung warnt der Willy-Brandt-Kreis, dass „ … ein heraufziehender russisch-euroatlantischer Großkonflikt in eine Katastrophe münden kann, wenn die sich bereits drehende Spirale des Wettrüstens, der militärischen Provokationen und konfrontativen Rhetorik nicht gestoppt wird“.

Es fällt mir auch schwer die Maßnahmen einiger Europäer gegen das Elend der flüchtenden Menschen zu hören, anstatt sich der Aufgabe gemeinsam zu stellen und koordiniert zu handeln. Es entstehen neue Stacheldrahtzäune und Mauern gegen Menschen, wo ich dachte, dass sich das nach dem Fall der Mauer in Deutschland nicht wiederholen kann. Bayern hat nach Herrn Seehofer bereits viele Griechen, Türken, Italiener und auch Deutsche aufgenommen. Da meint er bestimmt einige der zwei Millionen Flüchtlinge aus der DDR, die auch nur aus politischer Motivation oder etwas mehr Wirtschaftswunder gen Westen zogen. Na gut, unsere Fachleute waren damals so wie die aus dem Ausland heute erwünscht und auch damals gern genommen, allerdings gab es auch damals bereits Unterschiede in den Auffang- und Durchgangslagern.

Noch betroffener machen mich die Übergriffe auf Wohnheime in Deutschland und die spürbar hassgeladenen, ja fast „neuvölkischen“ Diskussionen zum Umgang mit diesen Menschen. Wenn schon Protest, dann nicht gegen die ausländischen Menschen sondern gegen die Verursacher und die aktuellen europäischen und deutschen Politiker, die das Problem nicht in den Griff bekommen. Den Menschen sollte in jedem Falle unser Mitgefühl, unsere Solidarität und notwendige Nächstenliebe gehören.

Auch mit dem Bezug auf den Tag der Befreiung am 08. Mai und mein dazu erschienenes Bürgermeisterwort wiederhole ich damals das Geschriebene:
Wir sind dem Frieden verpflichtet - Lassen Sie uns wachsam sein  und aktiv bleiben.

Ihr Reiner Donath

 

Bürgermeisterwort August 2015

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

obwohl Goethes Faust sich wünscht: „Könnt ich zum Augenblick sagen, verweile doch, du bist so schön“, so können wir den Augenblick allzu oft nicht genießen, ja nicht bewusst aufnehmen. Doch solch ein Augenblick, der sehr bewusst wahrgenommen wurde, war die Verabschiedung von Arno Neumann, der sicherlich weit über die Grenzen von Rehfelde hinaus bekannt ist.

Mit Arno Neumann wurde einer unserer bekanntesten und aktivsten Bürger nach rund 50- jähriger Tätigkeit für die Gemeinde Rehfelde in den wohlverdienten Ruhestand als Kommunalpolitiker verabschiedet. An sein Motto „Besser handeln, als reden“ werden wir oft denken und so manches „örtliche Denkmal“ wird uns an ihn erinnern. Mit seinem Namen verbinden sich Werden und Gedeihen der Gemeinde nach dem 2.Weltkrieg und das in zwei sehr unterschiedlichen gesellschaftlichen Ordnungen.

Am 16. November 1934 in Rüdersdorf geboren und seit 1945 Rehfelder kann er auf eine geregelte DDR-Biografie mit Schule, Lehre, Studium und Tätigkeit beim VEB Narva Berliner Glühlampenwerk zurückblicken. 1966 wurde er Gemeindevertreter und mitten im extrem harten Winter, am 01. Januar 1979, dann hauptamtlicher Bürgermeister von Rehfelde.

Arno Neumann durchlebte alle Höhen und Tiefen mit Abwahl und Neuwahl, mit Anfeindungen und Lobeshymnen für seine erfolgreiche Zeit als Baumeister. Ein besonderer Dank gilt für immer seiner kommunalen Ansiedlungspolitik, durch die sich Rehfelde mit der Realisierung von Bebauungsplänen rasant entwickelte. In den Jahren 1994 bis 2003 stieg die Rehfelder Einwohnerzahl von 2.941 auf 3.710 und mit der Eingemeindung von Werder und Zinndorf mit rund 800 Einwohnern auf dann 4.510. Aktuell sind 4.724 Bürger die Grundlage für unser Handeln und sorgen für ein besonderes Gewicht unserer Gemeinde in der Region.

Vielen Dank, lieber Arno Neumann und auch deiner lieben Ehefrau Christa, die stets an deiner Seite stand und dich unterstützte. Wir wünschen euch beiden Gesundheit und Kraft für noch zahlreiche gemeinsame Jahre. Ihr erinnert uns erneut an die Tatsache, dass man bis ins hohe Alter für sich und auch die Gesellschaft sehr aktiv wirken kann. Dabei sollte man sich selbst real einschätzen und vernünftig denken. Auch mit 80 Jahren kann jeder Moment des Lebens schön sein, man muss das nur bewusst wahrnehmen wollen und bereit sein, auch „kleinere Brötchen“ zu backen. Persönlich kann ich so rechnen. Vor 25 Jahren war ich ein Mann in den besten Jahren, der Blüte meines Lebens. In 15 Jahren bin ich im Glücksfall noch ein nützlicher Greis. Lassen Sie uns glücklich sein und die Augenblicke genießen.

Ihr Reiner Donath

 

Bürgermeisterwort Juli 2015

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

bei den „Rehfelder Gesprächen“, die monatlich am letzten Mittwoch stattfinden und zu empfehlen sind, wurde beim Thema „Zum Erhalt der geistigen Leistungsfähigkeit“ im Mai die Weisheit „Freude und Begeisterung sind die Beine des Lebens“ formuliert.

Diesem Motto kann ich mich anschließen! Alles tun, was einen Sinn hat sowie den Menschen Freude bereitet und man selbst mit Begeisterung angehen will. Das hält einen in Trab, ist gut für die Gesundheit und das Wohlfühlen im Leben. Begeisterung und Freude an einer Sache zahlen sich tausendfach aus - so beim Gestalten des „Grünen Klassenzimmers“ in unserer Grundschule trotz glühender Hitze, sich aufbauendem Blutdruck und drehendem Kreislauf, aber mit Freude und den anderen Fleißigen zusammen.

Der kleine Unterschied zwischen Frust und Freude, Pessimismus und Optimismus liegt in der Einstellung, liegt im eigenen Denken und Wollen, insbesondere auch beim Älterwerden liegt das Geheimnis des Könnens in der Einheit von Körper und Geist ausschließlich im Wollen. Wer kennt nicht die Sprüche vom Willen, der Berge versetzt, von den Chancen, die sich multiplizieren, wenn man sie ergreift. Auch wenn wir Älteren ein wenig langsamer sind, dafür werden wir viel besser, weil unsere Erfahrungen einfließen können.

Immer in Bewegung bleiben und den Verstand gebrauchen, denn Übung trainiert das Gehirn und verlangsamt die „Vergesslichkeit“. Wir müssen im heute leben und aktuell aktiv sein, dabei der Alltagsroutine entfliehen, auch Neues angehen und lernen, Freude zu geben um Freude zu empfangen. Freude und Begeisterung wollen organisiert und gelebt werden. Sie kommen nicht von alleine, nicht automatisch, sondern bedürfen unseres aktiven Handelns. Ein Handeln, das in der Gemeinschaft besser geht.

Gerade im Alter benötigen wir Geselligkeit und keine Isolation. Neue Leute kennenlernen, beim Einkaufen, Tanzen und Kartenspielen, im Verein, bei der Busfahrt, in Wohngemeinschaften oder auch als letzte Station des Wohnens – im Alters- oder Pflegeheim.

Denken wir einfach – da geht noch was – wenn wir es wollen.

Ihr Reiner Donath

 

Bürgermeisterwort Juni 2015

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

die Musik des Familienorchesters „Famony“ noch im Ohr und gut gesättigt zum traditionellen Pfingstmontagskonzert in Zinndorf gleiten wir gemeinsam in den Rosenmonat Juni. Viele Feste erwarten uns - die Rosentage in Buckow, das Lilienfest, der Lilienlauf in Rehfelde und das Fest am Naturlehrpfad. Aktivitäten werden wieder belebt und Ideen geboren - die Neubürgerbegrüßung und die Wanderung mit Neubürgern. Fahrten zu Festen in Zwierzyn - Kindertag und Feuerwehrwettkampf, Gegenbesuche der Zwierzyner anlässlich des 10. Jahrestages der Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrages vertiefen unsere Beziehungen.

Am Ende des Monats beginnt dann endlich die bereits mehrmals verschobene Sanierung des Sozialtraktes der Schulturnhalle – mit einem Gesamtvolumen von 300.000 Euro das größte Investitionsvorhaben der Gemeinde im Jahr 2015. Dem folgt, so hoffen wir, 2016 oder 2017 die energetische Sanierung mit Wärmedämmung der Fassade.

Der grundhafte Ausbau des Klosterdorfer Weges, 2. Bauabschnitt von Karl-Liebknecht-Straße bis Strausberger Straße wird, wie der Lückenschluss des Fußweges an der Bahnstraße, zielstrebig abgeschlossen.

Zur Realisierung des Projekts „Innenhöfe der Grundschule“, der zentralen Aufgabe aller Parteien und Vereine für das Jahr 2015, wollen wir am Samstag, den 06. Juni, einen weiteren großen Arbeitseinsatz durchführen. Aus dem Einsatz am Tag des Frühjahrsputzes wissen wir, dass das nur mit vielen fleißigen Händen geht. Geschätzt sind mit der Schubkarre 20 m³ alte Erde heraus und 15 m³ neue Erde hinein zu bringen. Dazu sind Sanierungsarbeiten am bereits seit Jahren stehenden Blockhaus vorgesehen.

Das sind große Herausforderungen. Damit können wir an der Schule „Bleibendes“ für die Kinder leisten und vielen Einwohner bei den Veranstaltungen Freude bereiten.

Stellen wir uns auch zukünftig anspruchsvolle Ziele. „Bemühen wir uns“, nach Mark Twain, „so zu leben, dass selbst der Bestattungsunternehmer trauert, wenn es mit uns ans Sterben geht.“

Ihr Reiner Donath

 

Bürgermeisterwort Mai 2015

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

in wenigen Tagen, am 8. Mai 2015, begehen wir den 70. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs und der faschistischen Tyrannei in Europa, was mit der bedingungslosen Kapitulation des faschistischen Deutschlands besiegelt wurde.

Das war das Ende eines Weges, an dessen Anfang die Machtübertragung an den Hitlerfaschismus am 30. Januar 1933 stand. Gesäumt wurde er durch Zuchthäuser und Konzentrationslager, Verbote oder Selbstauflösungen von Parteien und Vereinen, horrender Aufrüstung und chauvinistischer Propaganda mit Antisemitismus und Rassenwahn. Aufgeputschte nationalistische Gefühle zogen den größten Teil der Deutschen, auch in den Dörfern unserer Gemeinde, in ihren Bann. Das stellte auch die Weichen für einen neuen Krieg um die Weltherrschaft, gekennzeichnet von Massenmord, Versklavung und Vertreibung von Völkern. Elend, Unterdrückung und Bomben auch in Rehfelde, Zwangsarbeiter auf dem Gutshof im Dorf und bei der Firma Goede GmbH, Aufnahme suchende Flüchtlinge und Vertriebene, Spätheimkehrer und Internierte. Bedauerliche Vorfälle in Auswirkung des brutalen Krieges sowie menschliche Trauer um die gefallenen und schwer verwundeten Verwandten in fast allen Rehfelder Familien.

Sieben Jahrzehnte, eine lange Zeit, in der sich auch Bewertungen wandelten, Einstellungen sich wendeten sowie Erinnerungen verflachten, so dass eine nachdenkende, geistige Verständigung heute notwendig erscheint. Wer Anstand besitzt und sich bewusst ist, dass er zu den Gewinnern und Nutznießern jenes Sieges gehört, wird an diesem 8. Mai 2015 für einen Moment innehalten beim Gedenken an die Menschen in allen beteiligten Ländern, an die gefallenen Soldaten und Widerstandskämpfer, insbesondere an die Völker der UdSSR, die den entscheidenden Beitrag zum Niederringen des Hitlerfaschismus geleistet haben. So auch die Befreiung von Rehfelde am 21.04.1945 durch Truppen des 4. Gardeschützenkorps der 8. Gardearmee.

Für uns kann es beim Gedenken und der „Bewältigung der Vergangenheit“ allein nicht bleiben. Dazu gehört der schonungslose Blick auf die Ursachen des Zweiten Weltkrieges, auf die Frage, wie es zu diesem Kriege kam, dessen Ende und Ausgang nur durch eine Millionenzahl von Toten erzwungen werden konnte. Dazu zählt die Debatte, wie dieses Kriegsende nun eigentlich von den Deutschen genannt werden soll: Kapitulation, Zusammenbruch, Katastrophe, Ende von Deutschlands „dunkelstem Kapitel“ oder gar Befreiung? Ja, Tag der Befreiung, wie es vor drei Jahrzehnten der damalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker in seiner denkwürdigen Rede gesagt hatte und es im ostdeutschen Staat lange vordem üblich war!

Dieser Jahrestag ist im Besonderen dazu angetan, sich der Frage „Krieg oder Frieden“ aktuell zu stellen und gegen das Verjähren und Vergessen anzugehen. Die Fälschung der Geschichte ist auch ein Mittel, einen Schleier über die neuen Aggressionen und Militäreinsätze zu legen, die seit einem Vierteljahrhundert auch in Europa wieder präsent sind.

Nutzen wir den 8. Mai als Tag der Erinnerung und des öffentlichen Protestes gegen Krieg und Gewalt, für den Frieden sowie die Bewahrung dieses Bewusstseins in den uns folgenden Generationen.

Ihr Reiner Donath

 

Bürgermeisterwort April 2015

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

schon steht der vierte Monat des Jahres vor der Tür. So vielfältig und gegensätzlich wie das Wetter bereitet er uns auch unterschiedlichste Erlebnisse. Der Narrentag wird in der ganzen Welt nach dem Motto „Am 1. April schickt man die Narren wohin man will“ gefeiert. Bereits die alten Römer haben um diese Zeit ein Narrenfest gefeiert. In Deutschland kam das „in den April schicken“ nach dem 30-jährigen Krieg auf. Väter haben ihre Kinder, Meister ihre Lehrlinge und Herren ihre Knechte in den April geschickt und befohlen, gedörrten Schnee aus der Apotheke zu holen, einen Windsack ins Nachbardorf zu tragen oder sich irgendwo ungebrannte Asche abzuholen. Diese Sitte ist in jedem Falle ein Spaß für fantasievolle Kinder und für Leute, die nichts so leicht übel nehmen.

In diesem Jahr folgt unmittelbar das Osterfest mit all seinen Bräuchen und gepflegten Handlungen, vom Ostereiersuchen im Garten bis zum Osterreiten hoch zu Ross. Bei uns in Rehfelde gibt es seit Jahren mit den Osterfeuern in Werder und Rehfelde Dorf sowie der Eröffnung des Zwergengartens bei Familie Hundt in der Mitschurinstraße gute Traditionen. Dem folgt am Wochenende danach der jährliche Frühjahrsputz mit dem zentralen Objekt Innenhöfe Grundschule sowie der 3. Frühlingstanz.

Am 23. April wird dann auf Beschluss der UNESCO, der UN-Organisation für Kultur und Bildung, der „Welttag des Buches und des Urheberrechtes“ begangen. Dieser Tag ist der Todestag der Schriftsteller Shakespeare und Cervantes. Er folgt dem Brauch, am Namenstag des Heiligen Georgs Bücher zu verschenken. Dass dem Buch ein Welttag gewidmet wird, begründet die UNESCO damit, dass das Buch der „wichtigste Faktor für die Verbreitung und Bewahrung von Wissen“ sei.

In heutiger Zeit sind Bücher auch online zu erhalten und zu lesen. Wenn man will, ist das Internet ein großes Buch, in dem wir blättern können. Das trifft im wörtlichen Sinne insbesondere auch auf unsere Internetpräsentation www.gemeinde-rehfelde.de zu. Hier sind immer Beiträge willkommen, die das vielfältige Leben in unserer Gemeinde widerspiegeln. Texte und Bilder nimmt unsere InternetRedaktion gern entgegen.

Nutzen wir den Tag und verschenken Bücher, vielleicht lesen wir auch selbst wieder einmal oder lesen unseren Liebsten vor, wie es im Literaturkreis in Werder so üblich ist. Oder besuchen wir wieder einmal unsere Schul- und Gemeindebibliothek im Haus II der Grundschule in der Ernst–Thälmann–Straße.

In Rehfelde beenden wir dann den April mit dem Sport- und Volksfest auf dem Sportplatz und in Zinndorf mit dem Tanz in den Mai auf dem Anger. Feiern wir gemeinsam und freuen uns auf den Wonnemonat Mai.

Ihr Reiner Donath

 

Bürgermeisterwort März 2015

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

der Kalender zeigt noch an, dass es Winter ist. Wir denken bereits mit Vorfreude an den Frühling - die Jahreszeit, in der die Saaten und Blumen aus der Erde brechen. Im lauen Frühlingswetter erblühen die Schneeglöckchen, Veilchen und Krokusse und die Bäume und Wiesen ergrünen. Bienen summen in der Luft, Lerchenwirbel und Amselschlag erfreuen unsere Herzen, bunte Schmetterlinge und Vögel prägen das Antlitz des Augenblicks. Die Landwirte bestellen ihre Äcker, um eine reiche Ernte im Herbst einzufahren.

Der Wind treibt die Flügel der Energieriesen für den Profit von Anderen. Die Frühlingssonne aber speist die Anlage auf dem Dach der Schulturnhalle zum Nutzen der Gemeinde und der Genossenschaftsmitglieder.

Die Wanderwege mit dem Liederweg laden ein zu Bewegung und Gesang und der Garten mit seiner Arbeit ruft laut nach unserem Tun. Genießen wir die kommende Zeit und „tun unserem Körper Gutes, damit Seele und Geist Lust haben, darin zu wohnen.“ (nach W. Churchill).

Die Ausschüsse und Arbeitsgruppen der Gemeindevertretung haben Fahrt aufgenommen und die Aufgaben präzisiert. Mit dem Frühlingsanfang am 20. März beginnt die Zeit der Realisierung, der Erfüllung ehrgeiziger Ziele.

Die ersten Straßen werden nach dem Winter repariert, um die größten Gefahren zu beseitigen. Die Aufgaben für den Frühjahrsputz am 11. April sind zu erfassen, für die größeren Aufgaben sind die Ausschreibungen zu versenden und es beginnen die Submissionen zur baldigen Auftragsvergabe.

Die Sanierung des Sozialtraktes der Turnhalle wird professionell vorbereitet, damit in den Sommermonaten zügig und termingerecht gebaut werden kann. Die Vereine präzisieren gemeinsam mit der Grundschule die Aufgaben zur Gestaltung der Innenhöfe für den Sport und das „Grüne Klassenzimmer“.

Mit unseren Partnern in der Euroregion Viadrina und im zukünftigen „TransOderana EVTZ mbH“ entwickeln wir den Tourismus als Chance für die Zukunft. Entdecken wir die jeweils andere Seite und führen die Menschen zusammen. Nur so erhalten und nutzen wir unser beider Natur- und Kulturerbe.

Ihr Reiner Donath

Bürgermeisterwort Januar/Februar

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

das Jahr 2015 hat mit hohen Erwartungen und unseren ehrgeizigen Zielen begonnen. Zum jährlichen Neujahrsempfang der Gemeinde konnten wir mit fast 200 Einwohnern eine gute Bilanz für das vergangene Jahr 2014 ziehen und unsere Schritte zur Erfüllung der gestellten Aufgaben bekunden.

Der Dank galt allen Bürgern und insbesondere den zahlreichen Akteuren in den Ehrenämtern, den Gemeindevertretern und sachkundigen Einwohnern sowie den gewählten Vorständen der Parteien und Vereine, den Wehrführern der Feuerwehren und den Beschäftigten der Gemeinde und des Amtes.

Ein besonderer Dank gilt unserem scheidenden Amtsdirektor, Herrn Rolf-Dieter Dammann, der nach über 20 Jahren Tätigkeit im Amt Märkische Schweiz in den Ruhestand verabschiedet wurde. Viel Erfolg wünschten wir seinem Nachfolger, Herrn Marco Böttche, für die folgenden acht Jahre seiner Berufung.

Lassen sie mich mit J.S. Bach sprechen, der meinte „Man darf nur die rechten Tasten zur rechten Zeit treffen, so spielt das Instrument von selbst.“ Dazu meine ich, sollten wir uns an die Ziele, Wege und Ergebnisse der vergangenen zehn Jahre erinnern und in vergleichbarer Weise die Tasten treffen, damit ein schönes Lied auch in 2015 erklingen möge. Dafür braucht es ein Orchester mit Chor, das mit Menschen gut besetzt ist und die, wenn erforderlich, die hohen wie die tiefen Töne für das Lied treffen können. In der Gewissheit, dass das Lied am schönsten klingt, wenn viele Menschen wie beim Weihnachtssingen in den Gesang einstimmen, bitte ich alle Bürger gemeinsam mit zu gestalten.

In unser Lied schließen wir die Daseinsvorsorge für alle Menschen ein. Diese beginnt mit einer guten Basis in den Kindereinrichtungen, wobei in diesem Jahr unsere Turnhalle der Investitionsschwerpunkt sein wird. Sie setzt sich fort mit der Schaffung von bezahlbarem, barrierefreiem Wohnraum für alle Generationen mit der Möglichkeit der Betreuung der Älteren und reicht über den Straßenbau und die Straßenreparatur, die Unterstützung der Vereine bei Kultur, Sport und Tourismus sowie der Feuerwehren bei der Lösung ihrer wichtigen Aufgaben.

Zukunft sichernd werden wichtige Aufgabenstellungen bei der Lösung von Sachthemen sein, wie die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Rahmen des „TransOderana EVTZ mbH“, die komplexe Umsetzung der ehrgeizigen Ziele im Kommunalen Energiekonzept und die perspektivische Entwicklung des Sports für alle in Rehfelde und in der Region.

Dazu denke ich, sollten wir mit allen Partnern eng zusammen arbeiten und schrittweise Kooperationen zwischen Verwaltungen der Städte und Kommunen in unserem Umfeld befördern und interkommunales Wirken als Basis für spätere Reformen anstreben. Lassen wir dem Start im Januar weitere elf erfolgreiche Monate folgen. Treffen wir die Tasten zum Nutzen unserer Einwohner.

Ihr Reiner Donath

 

Bürgermeisterwort zum Jahreswechsel

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

das alte Jahr geht zu Ende, froh und günstig für die einen, nicht so gut für die anderen. Rückblickend, wenn auch sehr differenziert, ein für uns alle erfolgreiches Jahr, das aber auch von beunruhigenden Nachrichten über unsere Welt überschattet war. Frieden auf der Welt und allen Menschen ein Wohlgefallen - dies sind unser Wunsch und Wille, die das Fest der Feste, unser Weihnachtsfest prägen sollten. Segen, Zufriedenheit, Freude und Glück möge es uns bringen.

 

Glück für alle - nach Clemens Brentano

 

Glück ist gar nicht mal so selten,
Glück wird überall beschert,
vieles kann als Glück uns gelten,
was das Leben uns so lehrt.

 

Glück ist Wärme, wenn es kalt ist,
Glück ist weißer Meeresstrand,
Glück ist Ruhe, die im Wald ist,
Glück ist eines Freundes Hand.

 

Glück ist jeder neue Morgen,
Glück ist bunte Blumenpracht,
Glück sind Tage ohne Sorgen,
Glück ist, wenn man fröhlich lacht.

 

Glück ist eine stille Stunde,
Glück ist auch ein gutes Buch,
Glück ist Spaß in froher Runde,
Glück ist freundlicher Besuch.

 

Glück ist Regen, wenn es heiß ist,
Glück ist Sonne nach dem Guss,
Glück ist, wenn ein Kind ein Eis isst,
Glück ist auch ein lieber Gruß.

Glück ist niemals ortsgebunden,
Glück kennt keine Jahreszeit,
Glück hat immer der gefunden,
der sich seines Lebens freut.

 

In diesem Sinne wünsche ich allen wunderbare Weihnachtsfeiertage im Kreise der Familie und mit Freunden sowie einen guten Rutsch ins Neue Jahr, in dem dann jeder sein Glück finden möge.

Ihr Reiner Donath